Etwas sehr Schönes ist via Instagram nach dem Tod von Papst Franziskus dank eines Freundes auf meinem Bildschirm gelandet: Papst Franziskus im Himmel fliegend, neben ihm ebenso schwebend der Herr Jesus. Sie haben gelacht, was das Zeug hält. Haben mal eben ein Glas Wasser in Wein ...
Etwas sehr Schönes ist via Instagram nach dem Tod von Papst Franziskus dank eines Freundes auf meinem Bildschirm gelandet: Papst Franziskus im Himmel fliegend, neben ihm ebenso schwebend der Herr Jesus. Sie haben gelacht, was das Zeug hält. Haben mal eben ein Glas Wasser in Wein verwandelt. Und vertrauensvoll war auch die Mutter Gottes mit von der Partie.
Dieses kleine, von einer künstlichen Intelligenz erzeugte Video ist so graziös und herzzerrei- ßend. Es zeigt, was die künstliche Intelligenz (KI) alles kann und dass es für uns spannend wird.
Und wissen Sie, wenn Sie diese Zeilen lesen, ob sie nicht auch aus einer KI stammen?! Ich selbst habe bisher nur einmal eine Herz Jesu Predigt von der KI erstellen lassen und muss sagen, es war toll, machte Sinn, war für meine Begriffe nur etwas zu süßlich.
Ich stelle mir vor, jeder bastelt sich seinen Papst mit einer KI. Da kommt dann einer, so ganz nach meinem Geschmack. Aber vielleicht ist es da ja wie mit dem Wetter, man muss es nehmen, wie es kommt.
Bei allen kirchenpolitischen Forderungen wird die Christusbindung eines möglichen neuen Papstes mit keinem Wort erwähnt. Wie hält er es selbst mit dem Gebet? Hat er selbst – wie im Evangelium vom Sonntag der heilige Apostel Petrus (Johannes 21,1-19) – Gottes vergebende Liebe schon einmal erfahren? Lebt er die Vergebung auch in seinem Umfeld? In der Regel des heiligen Benedikt ist das Kriterium, ob ein Mann in die Gemeinschaft aufgenommen werden kann, dass er ein Gottsucher ist.
Ich glaube, dass die Leseordnung der Kirche inspiriert ist und Gott uns oft mit diesem Text an diesem Tag etwas sagen will. Und so ist es Fügung, dass wir am Sonntag vor dem Konklave die Stelle hören, wo der auferstandene Jesus dem Petrus (auf den die Kirche ja das Papstamt zurückführt) begegnet, ihm seine Herde anvertraut und ihn nach seiner Liebe fragt. Und hier ist Petrus schließlich am Ende nicht mehr das stolze Ross, sondern der demütige Esel, der sich vor den Karren der Frohbotschaft spannen lässt.
Auch für uns gilt natürlich, sind wir stolzes Ross oder demütiger Esel? Und wenn Jesus Christus am Ende aller Tage wieder kommt, fragt er dich nur: Hast du geliebt?
Mag. P. Ulrich Diel OSB
Pfarrer von St. Gallen, Altenmarkt und Unterlaussa