Steyr testet einen eigens ausgerüsteten Traktor für den Einsatz bei der Feuerwehr.Das erste Fahrzeug der Floriani-Flotte kommt bei der FF Schladming zum Einsatz.
Die Aufgaben der ...
Steyr testet einen eigens ausgerüsteten Traktor für den Einsatz bei der Feuerwehr.Das erste Fahrzeug der Floriani-Flotte kommt bei der FF Schladming zum Einsatz.
Die Aufgaben der Feuerwehren wurden im Laufe der Jahre immer umfangreicher und anspruchsvoller. Neben der Brandbekämpfung sind die Einsatzkräfte bei Hochwasser, Sturmschäden, Verkehrsunfällen und selbst bei ausgefallener Trinkwasserversorgung gefragt. Insbesondere im Gelände oder bei Spezialeinsätzen sind die Löschfahrzeuge nur bedingt einsetzbar, wie Schladmings HBI Gerald Petter ausführt: „Mit einem 18-Tonnen-Fahrzeug stoßen wir da schnell an unsere Grenzen. Oft müssen uns Landwirte mit ihren Gerätschaften aushelfen, wobei Versicherungs- und Haftungsfragen nicht eindeutig geklärt sind.“ Mit einem eigenen Gerät sei man schneller einsatzbereit und könne Ernstfälle im Vorfeld auch beüben.
Die Idee von Feuerwehr-Traktoren ist die Ausstattung des Grundfahrzeuges mit individuell angepassten Anbaugeräten für verschiedene Einsatzszenarien. Dazu müsse nichts neu entwickelt werden, erklärte Steyr-Vertriebsleiter Florian Kirchhamer. Je nach Bedarf können die Traktoren mit Wasserpumpen, Seilwinden und Kränen bestückt werden. Bei ausgefallener Trinkwasserversorgung eignet sich ein 9500-Liter-Hochdruckfass und für Waldbrände können speziell ausgestattete Rollcontainer an die Fronthydraulik angebaut werden.
Das Projekt wurde vom Landesfeuerwehrverband Steiermark als Pilotprojekt für Schladming genehmigt und wird in den kommenden Monaten intensiv erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen liefern. Langfristig könnte die Technologie als förderfähige Gerätschaft in die Produktpalette des Landesfeuerwehrverbandes aufgenommen werden.
Bevor das große Sommer-Opening in Schladming begann, präsentierte Steyr die neu entwickelte Floriani-Flotte mit drei Modellen im Rathauspark. Die Patronanz von jeweils einem Gerät übernahmen Landeshauptmann Mario Kunasek, Event-Organisator Klaus Leutgeb und Ausdauersportler Christian Hoffmann.
Es sei die Aufgabe der Politik, das passende Gerät unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, sagte Landeshauptmann Mario Kunasek. Als er das erste Mal von einem Feuerwehr-Traktor hörte, habe er nicht viel damit anfangen können. Bei näherer Betrachtung kam er zu dem Schluss, warum man nicht schon früher die Idee dazu hatte.