Anspruchsvolle Kurssetzung und harte Piste fordert Athleten bei den Nachtrennen. Meillard gewinnt zum zweiten Mal den Riesenslalom, Kristoffersen zum fünften Mal den Slalom.
Spiegelglatt glänzte der Planai-Hang am vergangenen Dienstag, dem 27. Jänner, beim ...
Anspruchsvolle Kurssetzung und harte Piste fordert Athleten bei den Nachtrennen. Meillard gewinnt zum zweiten Mal den Riesenslalom, Kristoffersen zum fünften Mal den Slalom.
Spiegelglatt glänzte der Planai-Hang am vergangenen Dienstag, dem 27. Jänner, beim Riesentorlauf. Jubelschreie von rund 15.000 Besuchern trugen die Sportler ins Ziel. Respekt und verhaltene Freude war aufgrund der eisigen Pistenverhältnisse bei den Athleten zu vernehmen.
Nach dem ersten Durchgang führte Lucas Braathen, der unter brasilianischer Flagge fährt. Dicht auf den Fersen waren ihm der Schweizer Loic Meillard und Fabian Gratz aus Deutschland. Am vierten Rang lag als bester Österreicher Marco Schwarz mit 0,42 Sekunden Rückstand. Braathen und Henrik Kristofferson waren sich nach dem ersten Durchgang einig: Eine so eisige Piste hätten sie noch nie gehabt. Insgesamt sind 18 Läufer im ersten Durchgang ausgeschieden.
Für Pistenchef Bernhard Schupfer war die Kritik an der eisigen Piste „völlig unangebracht“. Sie sei – wie immer – sehr gut vorbereitet gewesen. Der Regen am Sonntag und zwei kalte Nächte haben eine Eisbahn ergeben und das müsse man bei einem Freiluftsport hinnehmen.
Den Spitzenlauf im zweiten Durchgang von Loic Meillard konnte Braathen nicht toppen. Meillard stand nach 2023 zum zweiten Mal beim Riesentorlauf in Schladming ganz oben am Podest. Braathen landete auf Rang zwei, am dritten Platz reihte sich eine Überraschung aus Frankreich ein. Der 22-jährige Alban Cannaferina legte Laufbestzeit im zweiten Durchgang hin und kämpfte sich mit über einer Sekunde Rückstand auf Platz drei vor. Bester Österreicher wird Marco Schwarz auf dem 8. Rang.
Norwegischer Doppelsieg beim Nachtslalom
Ein ausverkauftes Planai-Stadion mit 22.500 Besuchern sorgte beim Nachtslalom am Mittwoch für Stimmung. Auch dieses Rennen stellte hohe Ansprüche an die Athleten. Zwar weichte die eisige Piste aufgrund der höheren Temperaturen ein wenig auf und wurde griffiger, die Kurssetzung verlangte den Technikern aber einiges ab. Mit Startnummer 1 legte der Norweger Atle Lie McGrath einen ersten Lauf hin, den keiner mehr toppen konnte. Hinter ihm reihten sich sein Landsmann Henrik Kristoffersen und der Schweizer Loic Meillard ein. Bester Österreicher war Fabio Gstrein auf Platz 10. Als „einer der schwierigsten Läufe, die ich je gefahren bin“ beurteilte Kamera-Vorläufer Thomas Sykora die technisch anspruchsvolle Kurssetzung des zweiten Durchgangs.
Der Riesentorlaufsieger vom Vortag, Loic Meillard, schied im zweiten Lauf aus. Letztendlich gipfelte das Rennen in einem norwegischen Duell, als Henrik Kristoffersen die Führung übernahm. Mit einem Vorsprung von 0,15 Sekunden startete Atle McGrath, doch der Norweger ließ einige Zehntel Sekunden auf der Strecke liegen. Als der Sieg von Kristoffersen feststand, konnte er seine Freudentränen nicht mehr im Zaum halten. Mehrere Minuten brauchte er, um sich zu sammeln.
Mit seinem fünften Sieg in Schladming, ist er auch Rekordhalter in Schladming und kann sich von Benni Reich absetzen. Im Interview konnte sich Kristoffersen einen Seitenhieb auf die schwierigen Bedingungen nicht verkneifen. Das sei eher „Eishockey gewesen als ein Skirennen“. Auf Rang drei reihte sich der Franzose Clement Noel ein, als bester Österreicher belegte Fabio Gstrein Platz 5. Manuel Feller, der mit Schmerzen in der Leistengegend zu kämpfen hatte, landete mit 2,43 Sekunden Rückstand am 10. Platz.