Einsatzreicher Jahreswechsel
09.01.2026 EinsätzeDer Jahreswechsel stellte die Feuerwehren im Bezirk Liezen vor eine außergewöhnlich hohe Einsatzbelastung.
Bereits am Silvestertag kam es zu einer Häufung von Hilfeleistungen, die sich in der Nacht auf Neujahr mit zahlreichen ...
Der Jahreswechsel stellte die Feuerwehren im Bezirk Liezen vor eine außergewöhnlich hohe Einsatzbelastung.
Bereits am Silvestertag kam es zu einer Häufung von Hilfeleistungen, die sich in der Nacht auf Neujahr mit zahlreichen Brandeinsätzen fortsetzte. Den Auftakt machte am 31. Dezember am Vormittag ein Brandmeldeanlagenalarm in einem Wohn- und Geschäftshaus am Liezener Hauptplatz.
Wenig später wurden die Feuerwehren Weißenbach bei Haus, Haus im Ennstal und Schlad ming zu einem Verkehrsunfall auf der Rössingstraße (L 725) alarmiert. Eine Pkw-Lenkerin war von der Fahrbahn abgekommen, das Fahrzeug überschlug sich und kam am Dach liegend zum Stillstand. Die Lenkerin wurde leicht verletzt, vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Im weiteren Tagesverlauf folgten ein Kaminbrand in Strassen, ein Verkehrsunfall auf der A 9 bei Trieben sowie eine Türöffnung nach einem Unfall in einer versperrten Wohnung in Großsölk.
Brandeinsätze in der Silvesternacht
In der Silvesternacht selbst häuften sich die Brandeinsätze. Um 23.39 Uhr geriet in Schladming die Hecke eines Mehrparteienhauses in der Seebacher-Siedlung in Vollbrand. Eine Polizeistreife hatte die starke Rauchentwicklung bemerkt und Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr Schladming rückte mit fünf Fahrzeugen und 24 Kräften aus, das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde niemand, als mögliche Ursache gilt Pyrotechnik.
Nur wenige Minuten später, bereits am Neujahrstag, folgten weitere Heckenbrände: um 0.15 Uhr in der Petermühlstraße in Admont, um 0.21 Uhr in der Kürschnergasse in Irdning. In Admont war der Brand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits durch den Besitzer gelöscht worden, die Einsatzkräfte führten Nachlöscharbeiten durch und kontrollierten den Bereich mit der Wärmebildkamera. Um 0.30 Uhr rückte die FF Liezen-Stadt zu einem Brandmeldeanlagenalarm in der Werkstra- ße aus, der sich als Fehlalarm herausstellte. Um 1.05 Uhr schließlich standen mehrere Feuerwehren bei einem Brand einer Holzhütte in Lassing im Einsatz.
Für die Feuerwehr Liezen-Stadt begann das neue Jahr besonders arbeitsintensiv: Unmittelbar hintereinander mussten ein Brandmeldeanlagenalarm in einem Industriebetrieb sowie die Unterstützung bei einem Wirtschaftsgebäudebrand in Döllach abgearbeitet werden. Rund 60 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen aus vier Feuerwehren standen dabei im Einsatz. Erst gegen 4.30 Uhr konnten die Einsätze beendet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden.
Unfall mit mehreren Fahrzeugen
Zusätzlich forderten rund um den Jahreswechsel einige Verkehrsunfälle die Einsatzkräfte. Besonders herausfordernd war ein Unfall am 30. Dezember auf der Pyhrnautobahn: Ein deutscher Pkw-Lenker verlor nach einem Ausweichmanöver in Fahrtrichtung Linz die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er touchierte die Mittelleitschiene, schleuderte und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. Im Nachfolgeverkehr kam es zu mehreren Auffahrkollisionen mit insgesamt fünf Beteiligten. Ein Lkw durchbrach dabei nach einer Kollision mit mehreren Fahrzeugen die rechte Leitschiene, stürzte über eine etwa zehn Meter hohe Böschung und kam seitlich liegend zum Stillstand. Dabei trat Treibstoff aus, welcher teilweise durch die Freiwilligen Feuerwehren aufgefangen werden konnte. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft und die Landeswarnzentrale wurden informiert und ein Ölalarm ausgelöst, das kontaminierte Erdreich wurde ausgehoben. Ein weiterer Folgeunfall ereignete sich im nachfolgenden zähflüssigen Verkehr, wobei ein Lkw zwei Pkw touchierte. Alle Fahrzeuginsassen blieben glücklicherweise unverletzt.
Pkw zehn Meter abgestürzt
Der Absturz eines vollbesetzten Pkw aus Ungarn über eine Böschung der Tauplitzalmstraße endete am Freitag, dem 2. Jänner, glimpflich. Gegen 20:30 Uhr war ein 26-jähriger Pkw-Lenker aus Ungarn auf der Tauplitzalmstraße unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt herrschte aufgrund der schneeglatten Fahrbahn eine allgemeine Kettenpflicht. Ohne derartige Fahrhilfen fuhr der Mann mit dem vollbesetzten Pkw in Richtung Tal. Neben ihm befanden sich noch vier weitere Personen aus Ungarn im Alter zwischen 22 und 58 Jahren im Fahrzeug. Kurz vor einer Kehre brach in einer Rechtskurve das Heck des Fahrzeuges aus. Daraufhin stürzte das Fahrzeug über eine steil abfallende Böschung und verfing sich nach etwa zehn Metern in einem Baum. Nachkommende Unfallzeugen kamen den Ungarn zur Hilfe und öffneten die Heckklappe. Über diese war es den Insassen möglich, das Fahrzeug zu verlassen. Lediglich ein 23-Jähriger erlitt beim Verlassen des Pkw eine leichte Schnittverletzung an den Händen. Er wurde vom Roten Kreuz medizinisch versorgt. Die restlichen Personen blieben unverletzt. Ein Alkotest mit dem Lenker verlief negativ. Für die Aufräumarbeiten standen auch Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Mitterndorf und Zauchen im Einsatz.
Großbrand in Altaussee
Aus bislang unbekannter Ursache geriet am Samstag, dem 3. Jänner, in Altaussee ein Haus in Vollbrand. Rund 80 Feuerwehrkräfte standen im Einsatz. Bewohner des Hauses bemerkten gegen 22 Uhr den Brand und verständigten die Einsatzkräfte. Rund 80 Florianis der Feuerwehren Lupitsch, Bad Aussee, Altaussee, Grundlsee, Reitern, Strassen und Sießreith standen für die aufwändigen Löscharbeiten im Einsatz. Der Großteil des Feuers konnte bis etwa 1.45 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Die Arbeiten dauerten jedoch über die ganze Nacht hinweg an. Der Dachstuhl des Hauses musste abgetragen werden, um weitere Glutnester im Bereich des Kaltdaches zu löschen. Verletzt wurde beim Brand nach bisherigen Informationen niemand. Jedoch dürfte ein hoher Sachschaden in bislang unbekannter Höhe entstanden sein. Die durchgeführten Erhebungen ergaben, dass sich das Brandgeschehen im Obergeschoss im Bereich der Bodenkonstruktion entwickelt haben dürfte. Als Ursache der Brandentstehung konnte ein Defekt an einer stromführenden elektrischen Leitung innerhalb des Bodenaufbaus festgestellt werden.
Kind nach Zusammenstoß mit Rodel schwer verletzt
Ein siebenjähriger Junge stieß am Mittwoch, dem 31. Dezember, beim Skifahren auf der Hochwurzen gegen eine herrenlose Holzrodel. Der Bub wurde schwer verletzt. Gegen 12.30 Uhr fuhr der Siebenjährige aus Deutschland mit seinen Schiern auf der „Ostabfahrt“ der Hochwurzen talwärts. Zu dieser Zeit löste sich aus bislang unbekannter Ursache etwas oberhalb der Schipiste eine Holzrodel und fuhr herrenlos in Richtung Tal. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem der Junge zu Sturz kam und schwer verletzt wurde. Er wurde von der Pistenrettung gerettet und vom Rettungshubschrauber C14 in das Krankenhaus nach Linz gebracht. Die Ermittlungen zur Unfallsursache sind am Laufen.
Ohne Schein und Zulassung: Unfall in Wörschach
Am Sonntag, dem 28. Dezember, kam es in Wörschach zu einem Verkehrsunfall. Ein Pkw-Lenker besaß weder einen Führerschein noch eine Zulassung für sein Fahrzeug.
Gegen 9.03 Uhr wurde die Polizei zu einem Verkehrsunfall in Wörschach gerufen. Ein 50-Jähriger aus Oberösterreich war mit einer 58-jährigen Beifahrerin auf einer Gemeindestraße in Wörschach unterwegs. In einer unübersichtlichen Kurve kam ihnen ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Liezen entgegen. Es kam zu einer Kollision, bei der die 58-Jährige leicht verletzt wurde. Im Zuge der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 18-Jährige weder im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung war noch für das von ihm gelenkte Fahrzeug eine Zulassung bestand. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Ein mit beiden Fahrzeuglenkern durchgeführter Alkotest verlief negativ. Die FF Wörschach stand mit 15 Einsatzkräften im Einsatz und reinigte die Fahrbahn.
Der 18-Jährige wurde wegen des Lenkens eines nicht zum Verkehr zugelassenen Pkw bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen gesondert angezeigt.
Holzhütte brannte
In der Nacht auf Montag, 5. Jänner, kam es in Gröbming zu einem Brand einer Holzhütte. Gegen 2.30 Uhr brach im Bereich eines Feriendorfes im Ortsteil Winkl ein Feuer aus. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet zunächst eine Mülltonne, die offenbar mit Asche oder ähnlichem befüllt worden war, in Brand. Danach breitete sich das Feuer auf eine angrenzende Holzhütte, in der Brennholz gelagert war, aus. Die Freiwilligen Feuerwehren Gröbming und Gröbming- Winkl standen mit insgesamt 30 Einsatzkräften und mehreren Fahrzeugen im Löscheinsatz. Der Brand konnte gegen 3.35 Uhr vollständig gelöscht werden. Ein in unmittelbarer Nähe abgestellter Pkw eines Feriengastes wurde durch das Feuer beschädigt. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache sind im Gange.





