Oh! Wie soll denn das gehen? Feindesliebe. Jesus sagt: Liebt eure Feinde.
Ich wage kaum daran zu denken, besonders in diesen Zeiten. Aber auch unter Feinden kann Freundschaft entstehen. Wir müssen nur unsere Empfindsamkeit bewahren und miteinander sprechen ...
Oh! Wie soll denn das gehen? Feindesliebe. Jesus sagt: Liebt eure Feinde.
Ich wage kaum daran zu denken, besonders in diesen Zeiten. Aber auch unter Feinden kann Freundschaft entstehen. Wir müssen nur unsere Empfindsamkeit bewahren und miteinander sprechen können. Meine Mutter hatte sehr liebe Freunde fürs ganze Leben gefunden unter Kriegsgefangenen, die als Zwangsarbeiter auf ihrem Heimathof einquartiert waren.
Oh! Wie soll denn das gehen? Hass. Jesus sagt: Tue Gutes.
Der Anfang, Gutes zu tun, ist oft mühsam, aber man kann immer klein damit beginnen. Und ich bin mir sicher: Das Gute wird wachsen – und damit eine besondere Freude.
Oh! Wie schrecklich! Gewalt. Jesus sagt: Wer dich auf die Wange schlägt, dem halte auch die andere Seite hin.
Das ist für uns schwer zu verstehen. Vielleicht meint er damit, im unmittelbaren Umfeld alles zu versuchen, um die Gewaltspirale zu durchbrechen und zur Deeskalation beizutragen. Oft genügt es schon, still zu sein, nicht sofort zu reagieren. Leider scheint es, dass Hass und Gewalt in der Gegenwart zunehmen. Wie großartig erscheinen da Gewaltlose: Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela, aber auch Jesus.
Oh! Wie schrecklich! Diebstahl.Jesus sagt: Wer deinen Mantel stiehlt, dem gib auch dein Hemd.
Zu Jesu Zeiten, und in vielen Regionen der Welt bis heute, gibt es große Armut und keine soziale Absicherung. Manche müssen nehmen, um zu überleben. Jesus meinte wohl diese Art von Diebstahl – Menschen, denen man aus Barmherzigkeit noch mehr geben sollte. Es ist schön, sagen zu können: „Wie kann ich dir helfen? Was brauchst du?“ und seien es nur kleine Gaben, guter Wille oder freundliche Worte. Mein Onkel sagte immer: „Eine warme Hand gibt lieber als eine kalte.“
Was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!
Für die Lehre Jesu braucht es eine ordentliche Portion Größe, Mut und innere Stärke. Werde ich seinen und meinen Erwartungen gerecht? So vieles formt und begrenzt uns: die Umwelt, Gesundheit, das familiäre Umfeld, die soziale Sicherheit, Sympathie, Akzeptanz, Gewalt usw.
Doch wir können immer und überall an uns arbeiten: an mehr Liebe, mehr Geben, mehr Barmherzigkeit, mehr Gebet.
Der heilige Franziskus von Assisi hat uns ein wunderbares Friedensgebet geschenkt:
O Herr, mach mich zu einem
Werkzeug deines Friedens:
Dass ich Liebe bringe,
wo man sich hasst;
dass ich verzeihe,
wo man sich beleidigt;
dass ich verbinde,
wo man sich streitet;
dass ich die Wahrheit sage,
wo Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe,
wo Zweifel drückt;
dass ich die Hoffnung wecke,
wo Verzweiflung quält;
dass ich dein Licht anzünde,
wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe,
wo Kummer wohnt.
Ach Herr, lass mich mehr
danach trachten:
zu trösten, als getröstet zu werden;
zu verstehen, als verstanden
zu werden;
zu lieben, als geliebt zu werden.
Denn wer hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt,
erwacht zum ewigen Leben.