Wir feiern Fronleichnam. Was bedeutet es für mich? Fronleichnam symbolisiert durch die Prozessionen ein „Unterwegs sein mit Christus“. Ich persönlich bin in einer würdevollen Berufung mit Jesus Christus unterwegs. Als Frau! So schreibe ich diesen Artikel als Frau und so ...
Wir feiern Fronleichnam. Was bedeutet es für mich? Fronleichnam symbolisiert durch die Prozessionen ein „Unterwegs sein mit Christus“. Ich persönlich bin in einer würdevollen Berufung mit Jesus Christus unterwegs. Als Frau! So schreibe ich diesen Artikel als Frau und so möchte ich das Unterwegssein mit Christus auch als Frau beleuchten.
Frauen spielen eine zentrale Rolle im Leben unserer Kirche, sowohl historisch als auch gegenwärtig. Ich würde so weit gehen und sagen, dass Frauen das Bild der Kirche nach außen oft stärker prägen durch das gelebte Engagement als manche Männer in kirchlichen Ämtern.
In unserer katholischen Kirche fordern Frauen Gleichberechtigung und eine stärkere Stimme. Das Unterwegssein mit Christus bringt für viele Frauen mit sich, sich aktiv für Rechte und Anerkennung aller unserer Talente und Fähigkeiten einzusetzen. Frauen in der Kirche sehen sich manchmal mit Widerständen konfrontiert, sei es durch patriarchale Strukturen oder durch gesellschaftliche Erwartungen, auch oft von Frauen zu Frauen gerichtet.
Es geht darum, sich für eine gerechte Verteilung von Verantwortung innerhalb unserer Kirche einzusetzen. Ich persönlich erlebe unglaublich intensiv, wie Frauen das Bild der Kirche prägen und finde es mehr als gerecht, vielfältige kirchliche Ämter selbstverständlich mit Frauen zu beschenken.
Warum? Wir Frauen bringen eine einzigartige Perspektive in den Glauben ein. Unsere Erfahrungen, Herausforderungen und Stärken und Schwächen bereichern unsere Gemeinschaft.
Das sehe ich als Auftrag, den Jesus uns ganz persönlich gegeben hat.
Jesus persönlich spricht mir Mut zu, sich gegen Ungerechtigkeiten zu stellen und für eine Kirche zu kämpfen, die Frauen und Männer gleichwertig behandelt.
Wir Frauen müssen (noch mehr) Netzwerke bilden und uns gegenseitig tragen mit unseren unterschiedlichen Talenten.
Wir Frauen in der Kirche sollen uns als Vorbilder für die nächste Generation sehen. Indem wir Glauben leben und aktiv in der Kirche mitwirken, inspirieren wir junge Frauen, ihren eigenen Weg mit Christus zu gehen. Das bedeutet, dass wir nicht nur für uns, sondern auch für andere Frauen Verantwortung übernehmen und eine positive Veränderung bewirken.
Diese Herausforderungen in unserer Kirche können uns manchmal entmutigen und dazu führen, dass wir uns fragen, ob der Weg wirklich der richtige für uns ist.
In Momenten der Unsicherheit und des Zweifels können wir auf die Zusagen Christi vertrauen, die uns ermutigen, weiterzugehen.
Martina Kirbisser
Demenzberaterin
Pflegeverband Liezen