WORT ZUM SONNTAG
21.03.2025 Wort zum SonntagVertrauen auf Gott
In der Heiligen Schrift (Markus 8,27-35) stellt Jesus seinen Jüngern die zentrale Frage: „Für wen haltet ihr mich?“ Dabei erkennt Petrus ihn als den Messias, doch Jesus macht deutlich, dass diese Erkenntnis mehr bedeutet, als nur die ...
Vertrauen auf Gott
In der Heiligen Schrift (Markus 8,27-35) stellt Jesus seinen Jüngern die zentrale Frage: „Für wen haltet ihr mich?“ Dabei erkennt Petrus ihn als den Messias, doch Jesus macht deutlich, dass diese Erkenntnis mehr bedeutet, als nur die richtigen Worte zu finden. Er zeigt, dass die Nachfolge Jesu immer auch das Tragen eines Kreuzes bedeutet. Das Kreuz steht nicht nur für Leiden, sondern auch für das Vertrauen, dass Gott uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleitet.
In meinem eigenen Leben habe ich viele dieser sogenannten „Kreuz-Momente“ erlebt. Nach meinem Schulabschluss in Weyer habe ich eine neue Arbeitsstelle begonnen, die viele Herausforderungen mit sich bringt. Ich habe auch die Möglichkeit, am Konservatorium für Kirchenmusik in Graz Unterricht zu nehmen – ein Traum, über den ich mich sehr freue, der aber auch Unsicherheiten und Erwartungen mit sich bringt. Es sind diese Momente, in denen man einerseits aufgeregt ist, aber auch Zweifel und Ängste spürt.
Die Aussage von Jesus, das Kreuz auf sich zu nehmen, bedeutet für mich, in diesen schwierigen und unsicheren Momenten nicht aufzugeben, sondern darauf zu vertrauen, dass Gott mit mir geht. Dass Gott seine Hand über uns hält. Selbst wenn ich manchmal nicht weiß, wie ich eine Herausforderung bewältigen soll, weiß ich, dass Gott an meiner Seite ist – nicht nur in den erfolgreichen Zeiten, sondern gerade in den schwierigen Phasen, wenn alles unsicher, beängstigend und herausfordernd scheint.
Ich denke auch an die Menschen, die mir in meinem Leben in vielfältiger Weise geholfen haben – in der Schule, bei der Arbeit oder im alltäglichen Leben. Diese Menschen waren für mich oft wie ein sichtbares Zeichen von Gottes Gegenwart. Durch ihre Unterstützung, durch deren Hilfe habe ich erfahren und ich bin mir sicher, dass Gott durch Menschen wirkt, die uns helfen, auf dem Weg zu bleiben.
Es gab auch Zeiten, in denen ich Menschen durch mein eigenes Verhalten verletzt oder verloren habe. Das hat mir gezeigt, dass Vertrauen etwas Kostbares ist, das wir nicht aufs Spiel setzen sollten. Ich habe aus diesen Situationen viel gelernt. Auch hier denke ich wieder an die Bibelstelle: Jesus ruft uns auf, unser Kreuz auf uns zu nehmen – das bedeutet für mich auch, Verantwortung zu übernehmen und aus unseren Schwächen zu lernen.
In meiner Familie gab es ebenso schwierige Phasen, die mir viel abverlangt haben. Doch auch in diesen Momenten durfte ich vertrauen. Es ist dieses Vertrauen, dass Gott uns durch jede schwere Zeit trägt, aber ebenso in den guten Zeiten mit uns ist.
Gerade jetzt, wo ich in einer Phase des Umbruchs bin – zwischen Schulabschluss, neuer Arbeit, neuen Zielen und Herausforderungen – spüre ich, wie wichtig es ist, auf Gott zu vertrauen. Er schenkt mir Halt, gibt mir Mut, Neues zu wagen, und stärkt mich in den Momenten, in denen ich zweifle. Das Leben ist doch eine Reise mit Höhen und Tiefen, und ich habe gelernt, dass ich auf dieser Reise nicht allein bin. Gott geht jeden Schritt mit mir, auch wenn ich es manchmal nicht sofort merke. Sein Vertrauen und seine Liebe geben mir die Kraft, jeden neuen Tag mit Zuversicht zu beginnen. Ich wünsche Ihnen und euch allen einen gesegneten Sonntag!
Janik Bräuer, Kirchenmusiker