Der Grabnerhof ist als Mitglied im Verein Ennstaler Steirerkas aufgenommen worden. Die Schule produziert die herkunftsgeschützte Käsesorte und will die nächste Generation dafür begeistern.
Mit der Übergabe der Hoftafel ist es nun offiziell: Als ...
Der Grabnerhof ist als Mitglied im Verein Ennstaler Steirerkas aufgenommen worden. Die Schule produziert die herkunftsgeschützte Käsesorte und will die nächste Generation dafür begeistern.
Mit der Übergabe der Hoftafel ist es nun offiziell: Als regionale Bildungsanstalt, die für ihre kulinarischen Spezialitäten bekannt ist, ist der Grabnerhof nun Mitglied im Verein Ennstaler Steirerkas. Die Käsesorte wird somit auch an der Schule nach traditioneller Machart produziert. Damit wolle man vor allem auch die nächste Generation für das hochwertige Produkt begeistern, so Schuldirektor Christian Forstner.
Welch wichtige Rolle Käse in der Geschichte der Bildungseinrichtung spielt, zeigt sich auch in der Schulchronik. Laut den Aufzeichnungen soll der Lehnzins oft auch in Form von Lebensmitteln bezahlt worden sein. Im Falle des Jahres 1340 handelte es sich dabei um 800 Laib Käse, die an den Lehnsherrn, das Stift Admont, entrichtet wurden. Einer, der mit der Käseherstellung bestens betraut war, war der Schweizer Paul Schuppli, der 1897 die Leitung der Schule übernahm. Die guten Verbindungen in die Schweiz haben über hundert Jahre später auch den ausschlaggebenden Impuls für den Herkunftsschutz des Ennstaler Steirerkäses gegeben. Denn während einer Lehrfahrt im Jahr 2012 erfuhren Bäuerinnen und Bauern aus dem Ennstal von dem Versäumnis der Schweizer, den Emmentaler Käse schützen zu lassen. Das Problem: Auch Käse, der nicht aus dem Emmental stammt, darf diese Bezeichnung tragen. Damit dem Ennstaler Steirerkas nicht dasselbe Schicksal ereilt, wurde der Käsesorte 2021 der Herkunftsschutz verliehen.