Zeiringer folgt Gugganig als Bürgermeister
19.06.2026 RegionalesIn der jüngsten Gemeinderatssitzung der Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal wurde Christoph Zeiringer zum neuen Bürgermeister gewählt. Er folgt auf Herbert Gugganig, der sein Amt nach rund 14 Jahren an der Spitze der Gemeinde zurücklegte.
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung der Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal wurde Christoph Zeiringer zum neuen Bürgermeister gewählt. Er folgt auf Herbert Gugganig, der sein Amt nach rund 14 Jahren an der Spitze der Gemeinde zurücklegte.
Zur Sitzung in der Irdninger Festhalle waren zahlreiche Ehrengäste erschienen, darunter LAbg. Bgm. Forstner, Bezirkshauptmann Nico Groger, die Bürgermeister der Nachbargemeinden, Altbürgermeister, Ehrenringträger der Gemeinde, Pfarrer Günther Zgubic sowie Abordnungen mehrerer Vereine. Der scheidende Bürgermeister Herbert Gugganig blickte in seiner Abschiedsrede auf seine Zeit in der Kommunalpolitik zurück. Er gehe „mit Wehmut“, zugleich aber auch mit einer gewissen Erleichterung. Rund 25 Jahre hat Gugganig in der Öffentlichkeit gedient, davon die vergangenen 14 Jahre als Bürgermeister. Er erinnerte an seine Antrittsrede vom 4. Jänner 2013, in der er für die damalige Altgemeinde Irdning Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus sowie Soziales genannt hatte. Vieles davon sei in den folgenden Jahren umgesetzt worden. Eine besondere Herausforderung seiner Amtszeit war die Gemeindefusion mit Donnersbach und Donnersbachwald, aus der mit 1. Jänner 2015 die Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal entstand. Gugganig bezeichnete diesen Prozess als „Mammutaufgabe“. Weitere zentrale Themen seiner Amtszeit waren die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, das Tagesbetreuungszentrum sowie der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Mit Blick auf seinen Nachfolger hob Gugganig hervor, dass es heute keine Selbstverständlichkeit sei, einen jungen Menschen zu finden, der bereit ist, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Als symbolischen Glücksbringer übergab Gugganig, der auch Präsident des Österreichischen Pferdesportverbandes ist, Christoph Zeiringer ein Hufeisen.
Über Parteigrenzen hinweg
Vor der Bürgermeisterwahl wurden neue Gemeinderatsmitglieder angelobt. Nach dem Mandatsverzicht von Herbert Gugganig rückte Waltraud Royer für die ÖVP in den Gemeinderat nach. Für Pauline Häusler wurde Dietmar Manschefszki für die ÖVP berufen. Für die FPÖ rückte Gabriele Koller nach, nachdem Gerhard Zamberger, bisher zweiter Vizebürgermeister, sein Mandat zurückgelegt hatte. Die ÖVP brachte Christoph Zeiringer als Wahlvorschlag für das Amt des Bürgermeisters ein. Die Wahl erfolgte einstimmig. In seiner ersten Ansprache sprach Zeiringer von einer großen Ehre, dieses Amt ausüben zu dürfen. Er kündigte an, sich über Parteigrenzen und persönliche Empfindungen hinweg für die Gemeinde einsetzen zu wollen. Zeiringer verwies zugleich auf die derzeit schwierige finanzielle Lage der öffentlichen Hand. Bund, Länder und Gemeinden müssten sparen, Planungssicherheit sei derzeit vielfach nicht gegeben. Als vorrangiges Projekt nannte er jedoch die Erneuerung und den Ausbau der Wasserversorgung im Ortsteil Irdning. Dieses Projekt habe Priorität Nummer eins und solle im Herbst starten. Darüber hinaus betonte Zeiringer die Bedeutung einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit. Es gelte, über Gemeindegrenzen hinauszuschauen, die Region gemeinsam weiterzuentwickeln und Projekte im Verbund umzusetzen.
Neu gewählter Gemeindevorstand
Im Anschluss wurden auch weitere Funktionen im Gemeindevorstand neu besetzt. Zum ersten Vizebürgermeister wurde Johannes Zettler von der ÖVP gewählt. Auf ihn entfielen 14 von 18 Stimmen. Zweiter Vizebürgermeister wurde Manuel Lutzmann von der FPÖ mit 13 Stimmen. Als weiteres Vorstandsmitglied wurde Dietmar Manschefszki von der ÖVP mit zwölf Stimmen gewählt.
