Mit dem Beschluss des Flächenwidmungsplans für den vorgesehenen Standort am Herrenwaldrücken habe man den Auftrag auf Basis der Volksbefragung erfüllt, sagt Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier. Nun könne das Land Steiermark die UVP ...
Mit dem Beschluss des Flächenwidmungsplans für den vorgesehenen Standort am Herrenwaldrücken habe man den Auftrag auf Basis der Volksbefragung erfüllt, sagt Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier. Nun könne das Land Steiermark die UVP einleiten.
Ursprünglich hätten sechs Windräder auf einer Gesamtfläche von 70 Hektar am Herrenwaldrücken errichtet werden sollen. Aufgrund von besonders sensiblen Habitaten wurde das sechste Windrad aufgegeben und auch die Gesamtfläche auf 66 Hektar korrigiert. Damit soll das Gebiet der Wagenbänkalm noch besser abgegrenzt werden, teilt Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier mit. Öffentlich präsentiert wurde der für das Windparkprojekt abgeänderte Flächenwidmungsplan im November des Vorjahres und nach Behandlung der Einwendungen vergangene Woche Mittwoch im Gemeinderat von Trieben beschlossen.
Realistisches Projekt
Das Vorhaben, einen Windpark in Trieben zu realisieren, wurde 2022 erstmals an die Gemeinde herangetragen und aufgrund einer Volksbefragung, bei der 55 Prozent von Triebens Bevölkerung dafür gestimmt haben, weiterverfolgt. Neben den befürwortenden Stimmen gab es jedoch auch kritische. Besonders schwer wog die Sorge um das Naherholungsgebiet rund um die Wagenbänkalm, wie auf Informationsveranstaltungen immer wieder deutlich wurde. Aktuell sei die Stimmung in der Bevölkerung gut, so Triebens Bürgermeister. Aus seiner Sicht sei der geplante Windpark „ein durchaus realistisches und durchführbares Projekt“, sagt Herzmaier. Nach dem beschlossenen Flächenwidmungsplan ist nun das Land Steiermark mit der Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung, kurz UVP, am Zug. Sollte diese positiv ausfallen, sei mit der Inbetriebnahme jedoch erst 2028 bis 2030 zu rechnen, lautet die Einschätzung von Triebens Bürgermeister.