Rottenmanns Bürgermeister Günter Gangl (ÖVP) und Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner üben Kritik: Damit Gemeinden grünes Licht für Windkraft geben, brauche es deutlich mehr Informationen über geplante Projekte.
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Rottenmanns Bürgermeister Günter Gangl (ÖVP) und Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner üben Kritik: Damit Gemeinden grünes Licht für Windkraft geben, brauche es deutlich mehr Informationen über geplante Projekte.
Nach dem Nein des Rottenmanner Gemeinderats zur Ausweisung einer Eignungszone für Windkraft am Hubereck hat Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner Bürgermeister Günter Gangl am vergangenen Dienstag einen Besuch abgestattet. Schönleitners Zusammenfassung des Gesprächs: „Ein hundertprozentiges Nein hab ich nicht gehört“, so der Grünen-Politiker. Den Hauptgrund für die Ablehnung zur Ausweisung einer Eignungszone für Windkraft am Hubereck sieht Schönleitner vor allem im mangelnden Informationsfluss. Hier nimmt er vor allem die Energie Steiermark als Projektwerber in die Pflicht. Auch Bürgermeister Günter Gangl bestätigt, nachdem das Projekt im Jahr 2023 präsentiert wurde, habe es von Seiten der Energie Steiermark keinen weiteren Kontakt gegeben. Man sei somit im Unklaren gelassen worden, ob für die Gemeinde finanzielle Vorteile durch einen Windpark entstehen würden und auch die Rechtslage werfe offene Fragen auf, so Gangl.
In Rottenmann stößt diese Vorgehensweise jedenfalls auf Unverständnis, denn „wenn man so ein Projekt umsetzen möchte, müsste man sich schon auch vorher darum bemühen“, kritisiert Gangl. Hätte man mehr Informationen gehabt, wäre es auch möglich gewesen, diese Diskussion auf einer anderen Ebene zu führen, bedauert Rottenmanns Bürgermeister. Auch für Schönleitner steht fest: „Man muss den Gemeinden eine klare Perspektive bieten und ihnen sagen, was ihr Mehrwert ist.“ Denn wenn das Land seine Ausbauziele mit bis zu 500 neuen Windrädern erreichen möchte, brauche es im Bezirk Liezen rund 70. Doch um positive Beschlüsse zu erhalten, müsse man „die Gemeinden viel besser einbinden“, kritisiert der Grünen-Politiker. Auch im Fall von Rottenmann sei dies „nicht optimal gelaufen“, so Schönleitner. Das Ziel müsse nun sein, diese Unsicherheiten auszuräumen und einen offenen Dialog mit der Gemeinde Rottenmann zu führen, wie der Grünen-Politiker fordert.