Gerhard und Josefine Lackner tüftelten mit einem Immobilien-Entwickler an einem Sanierungsplan für das Gästehaus Lackner auf der Planneralm. Heute sind sie nicht nur Betreiber, sondern holten die Liegenschaft wieder in Familienbesitz zurück.
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Gerhard und Josefine Lackner tüftelten mit einem Immobilien-Entwickler an einem Sanierungsplan für das Gästehaus Lackner auf der Planneralm. Heute sind sie nicht nur Betreiber, sondern holten die Liegenschaft wieder in Familienbesitz zurück.
Der Skibetrieb war in den 1970er-Jahren auf der Planneralm bereits etabliert. Was noch fehlte war eine Beherbergung. Dieses Potenzial erkannte Karl Lackner senior und errichtete 1979 ein Jugendgästehaus mit SB-Restaurant. Über vier Jahrzehnte waren in dem Haus vorwiegend Schulklassen und Familien zu Gast. Zwischenzeitig wurde es von der Nachfolgegeneration übernommen. Während der Corona-Zeit reduzierte sich der Betrieb und wurde nicht mehr hochgefahren. Schließlich verkaufte man die Immobilie samt der „Ewis-Hütte“ an die Wiener Immobilien-Gruppe Wasserer.
Gästehaus statt Premiumresort
„Wolfgang Wasserer suchte das Gespräch mit uns und er teilte uns seine Visionen mit“, erzählt Liftbetreiber und Bruder des Vorbesitzers Gerhard Lackner. Lackner verschlug es schon vor Jahrzehnten ins Murtal wo er eine Landwirtschaft betreibt. Seit 2007 gehören ihm auch zwei Lifte auf der Planneralm. Wolfgang Wasserer schwebte ein Luxus-Resort vor und er war auf der Suche nach einem Betreiber. „Von einem Premium-Angebot haben wir ihm abgeraten. Das passt nicht auf die Planneralm ist. Wir sind ein Familien- und Schulschikursgebiet“, sagt Josefine Lackner. Schließlich hat das Ehepaar den Investor überzeugt und konnte sich auch vorstellen als Betreiber einzusteigen. Gemeinsam tüftelte man an Plänen und schließlich zeichnete sich die Gelegenheit ab, nach der Sanierung das Haus nicht nur zu betreiben, sondern auch die gesamte Liegenschaft zu erwerben.
Visionär und Betriebswirtin
„Gerhard ist Visionär. Er kommt mit Ideen und Visionen, ich nehme dann Stift und Papier zur Hand und beginne zu rechnen“, sagt Josefine Lackner. Die Zahlen kannte man von früher und wusste ob der Nachfrage von Familien und nach Schulskikursen. Mit Beginn der heurigen Wintersaison ging das Haus in Vollbetrieb und firmiert seither unter dem Namen „Planner Alpenhof“. Das Konzept ist dasselbe geblieben und die Buchungen haben sich laut den Betreibern mit dem ersten Tag wieder eingestellt. Seit der Neueröffnung gab es keine Woche ohne Skikurs. Dazu reisen Schulen vorwiegend aus dem Osten Österreichs an und auch die Tagesgäste kehren gerne zum Mittagessen wieder ein.
Schirmbar und Ladestation
Neu ist eine Schirmbar, die direkt vor dem Alpenhof und damit an der Piste steht. Während der Ferien betreut Barkeeper Dietmar Schwarzlechner täglich die Gäste, ansonsten ist sie von Freitag bis Sonntag geöffnet. Neu ist auch eine Schnellladestation mit 250 kW Anschlusswert, eine Reaktion auf die steigende Nachfrage der Skigäste nach Lademöglichkeiten. „Nun starten wir mit 66 Jahren noch einmal durch, wo andere in Pension gehen“, lachen die beiden. „Es steckt natürlich viel Herzblut drinnen“, gesteht Gerhard Lackner seine Beweggründe. „Wir freuen uns einfach, dass das Haus wieder in Familienbesitz ist.“