Was der Frühling bringt
07.03.2025 Junges EnnstalSchmetterlinge auf den Blumen, Sonne auf der Haut und im Herzen: Wenn die Zugvögel zurückkommen und es endlich wieder Frühling im Kalender wird, blühen nicht nur Pflanzen auf. Auch wir spüren die neue Jahreszeit.
Hier gibt es drei verschiedene ...
Schmetterlinge auf den Blumen, Sonne auf der Haut und im Herzen: Wenn die Zugvögel zurückkommen und es endlich wieder Frühling im Kalender wird, blühen nicht nur Pflanzen auf. Auch wir spüren die neue Jahreszeit.
Hier gibt es drei verschiedene Termine. Der kalendarische Frühlingsbeginn wird auch astronomischer Frühlingsanfang oder Tagundnachtgleiche genannt. An diesem Datum sind Tag und Nacht exakt gleich lang. Weil sich die Neigung der Erdachse zur Sonne hin im Jahresverlauf ändert, entstehen die Jahreszeiten. Der Frühling auf der Nordhalbkugel beginnt dann, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht und nach Norden wandert. In diesem Jahr ist das am 20. März 2025 der Fall.
Meteorologisch ist der Frühlingsanfang immer am 1. März. De Wetterexperten teilen die vier Jahreszeiten unabhängig vom Wetter immer in drei volle Monate ein, den Frühling etwa in März, April und Mai.
Der Beginn des phänologischen Frühlings lässt sich auch im heimischen Garten ablesen – je nachdem, welche Pflanze gerade blüht. Die Phänologie – griechisch für „Lehre von den Erscheinungen“ – leitet daraus die einzelnen Frühlingsphasen ab. Wenn etwa Haselsträucher und Schneeglöckchen in Blüte stehen, ist der sogenannte Vorfrühling gekommen. Besonders im Mittelalter richteten sich die Menschen eher nach dem phänologischen Frühling und führten noch heute teilweise gültige Bauernregeln ein. Auf der Nordhalbkugel tritt der phänologische Frühling für gewöhnlich in den Monaten März, April und Mai ein, auf der Südhalbkugel dagegen im September, Oktober und November.
Ist Vitamin D wichtig?
Eigentlich ist Vitamin D kein richtiges Vitamin, sondern ein lebenswichtiges Hormon. Mit der Nahrung können wir nicht genug aufnehmen, daher müssen wir regelmäßig ins Freie. Aus Studien mit U-Boot-Fahrern, die in ihrem Boot wochenlang keine Sonne sehen, weiß man: Wir können Vitamin D zwar speichern, aber der Vorrat reicht wohl nur für einige Monate. Spätestens nach dem dunklen Winter haben viele Menschen einen Mangel – und sehnen sich nach Sonne.
Wie wertvoll Vitamin D ist, verrät schon der wissenschaftliche Name des Hormons: Calciferol, auf Deutsch „Kalkbringer“. Das Hormon hilft, Kalk (Kalcium) dorthin zu transportieren, wo er gebraucht wird – in die Knochen und die Muskeln. Im Frühling steigt also unsere Muskelkraft, die Knochen werden dichter und damit stabiler. Ein Tag im Freien macht acht Tage ohne Sonnenlicht wett.
Warum sind wir im Frühling so müde?
Der Frühling gilt als Jahreszeit der Liebenden. Nicht selten ist die Rede von Frühlingsgefühlen. Sobald die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden nun verstärkt Endorphine, Testosteron und Östrogen produziert. Dieser plötzliche Hormonschub kann in Verbindung mit der Dauerbelastung der Geruchsrezeptoren schon ziemlich anstrengend sein. Zusätzlich weiten sich durch die wärmeren Temperaturen die Blutgefäße. Die Folge: der Blutdruck sinkt. Nicht selten leiden Menschen deshalb in den ersten Wochen des Frühlings unter Frühjahrsmüdigkeit. Dann lassen sich Symptome wie Schwindel, Antriebslosigkeit und Kreislaufprobleme beobachten. Nach etwa vier Wochen hat sich der Körper aber an die Umstellung gewöhnt. Außerdem kannst du der Frühjahrsmüdigkeit durch ausreichend Bewegung, frische Luft und ausgewogene Ernährung entgegenwirken.
Simone Prüggler