Orthopädie-Traumatologie wird von Schladming aus betreut. Wer das Hebammenzentrum betreiben soll ist noch unklar.
Die Spitalsbetreiber im Bezirk Liezen arbeiten die Vorgaben laut Regionalem Strukturplan Gesundheit (RSG) ab. Die Steiermärkische Krankenanstalten ...
Orthopädie-Traumatologie wird von Schladming aus betreut. Wer das Hebammenzentrum betreiben soll ist noch unklar.
Die Spitalsbetreiber im Bezirk Liezen arbeiten die Vorgaben laut Regionalem Strukturplan Gesundheit (RSG) ab. Die Steiermärkische Krankenanstalten Gesellschaft (KAGes) baut Bad Aussee zu einem Zentrum für Geriatrie (Altersmedizin) und Remobilisation um. Das Ende der Chirurgie stellte die erste spürbare Zäsur dar. Patientinnen und Patienten aus dem Ausseerland müssen nun entweder nach Bad Ischl oder Rottenmann. Während das medizinische Angebot des LKH Rottenmann um zusätzliche Disziplinen erweitert wird, schließt die Klinik Diakonissen in Schladming die Geburtenstation und die Allgemeinchirurgie. Schnittmengen gibt es bei der Orthopädie und Traumatologie, und – neuesten Informationen zufolge – auch beim geplanten Hebammenzentrum in Schladming.
Die bestehende Abteilung für Orthopädie und Traumatologie in Schladming weitet sich standortübergreifend auf Rottenmann aus. Zwar reduzieren sich die Betten von 30 auf 18 in der Klinik Diakonissen, im Gegenzug kommen 25 in Rottenmann hinzu. „Wir betreiben die Abteilung in Schladming und Rottenmann mit unseren Ärzten. Das Primariat wird jedenfalls von Schladming aus bespielt“, sagt Verwaltungsdirektor der Klinik Diakonissen, Martin Reif.
Im RSG festgeschrieben ist auch ein Ende der Geburtshilfe in Schladming aufgrund der zu geringen Auslastung. Dafür soll dort ein Hebammenzentrum entstehen, wo Fachpersonal werdende und junge Mütter vor und nach der Geburt betreut. Geographisch soll das Zentrum jedenfalls in Schladming angesiedelt sein. Unklar ist noch, wer es betreiben wird. Dazu würden noch Abstimmungsgespräche laufen, sagt Martin Reif, einen formalen Beschluss gebe es noch nicht. Will heißen: Sowohl die Klinik Diakonissen als auch die KAGes könnten als Betreiber in Frage kommen. Die Entwicklung des Hebammenzentrums begleitet die Beratungsagentur EPIG, der Standort Rottenmann ist vollends eingebunden. „Wir haben den Auftrag dazu vom Gesundheitsfonds bekommen“, bestätigt Betriebsdirektorin Adelheid Stiendl.
Bis Juni soll geklärt sein, wer Betreiber des neuen Hebammenzentrum sein wird, heißt es vonseiten des Gesundheitsfonds.