Beim 66. Narzissenfest sorgt heuer eine überraschende Neuerung für Gesprächsstoff. Erstmals wird – zumindest gedanklich – über internationale Blütenhilfe nachgedacht.
Von 28. bis 31. Mai steht das gesamte Ausseerland-Salzkammergut ...
Beim 66. Narzissenfest sorgt heuer eine überraschende Neuerung für Gesprächsstoff. Erstmals wird – zumindest gedanklich – über internationale Blütenhilfe nachgedacht.
Von 28. bis 31. Mai steht das gesamte Ausseerland-Salzkammergut wieder ganz im Zeichen von Tracht, Musik und Kulinarik. Beim 66. Narzissenfest, dem größten Blumenfest Österreichs, dreht sich alles um die berühmten Narzissenfiguren, die in ihrem prächtigen weißen Blütenkleid bestaunt werden können. Im Mittelpunkt stand dabei bisher die Stern-Narzisse, die im Ausseerland aus klimatischen Gründen besonders häufig vorkommt. Sie blüht – je nach Höhenlage – von Mitte Mai bis Mitte Juni. Doch selbst im Ausseerland ist man vor den Launen des Klimawandels nicht gefeit.
„Früher haben wir uns Sorgen gemacht, ob sie rechtzeitig blühen. Heute hoffen wir, dass sie nicht schon wieder vorbei sind“, erklärt ein Vertreter des Narzissenfestvereins.
Die Natur hält sich leider nicht immer an den Ausseer Veranstaltungskalender. Da die Narzissen zuletzt dazu neigten, deutlich früher abzublühen, denkt man nun weiter. Sehr viel weiter. Bis in die Niederlande. Intern wird bereits über den Einsatz holländischer Tulpen diskutiert. Entsprechende Gespräche laufen. „Wir prüfen alle Optionen“, heißt es aus dem Verein. „Allerdings haben selbst die Holländer bei der benötigten Stückzahl kurz geschluckt“, so ein Insider. Sollte es tatsächlich so weit kommen, wird auch beim Stecken der Figuren nichts dem Zufall überlassen. Die Jury hat bereits eine exakte Farbskala definiert: von Cremeweiß über Perlweiß bis hin zu Papyrusweiß. Intern wird sogar darüber nachgedacht, die Veranstaltung umzubenennen. Auch die Narzissenhoheiten müssen sich auf Veränderungen einstellen. Ihre bisherige Ausseer Tracht soll farblich an Holland angepasst werden.
Der Tourismusverband sieht in der Neuausrichtung große Chancen. „Natürlich ist das für uns super“, sagt die Chefin des Verbandes. „Wir können damit neue Märkte lukrieren.“ Man rechne statt bisher mit rund 17.000 Besuchern mit über 25.000 Gästen.