Der Patientenanteil anderer Kassen sei zu hoch: Die BVAEB will das Zahnambulatorium in Trieben schließen. Doch schon jetzt ist die zahnärztliche Versorgung im Bezirk prekär.
Nach dem Gespräch mit dem stellvertretenden Generaldirektor der BVAEB, ...
Der Patientenanteil anderer Kassen sei zu hoch: Die BVAEB will das Zahnambulatorium in Trieben schließen. Doch schon jetzt ist die zahnärztliche Versorgung im Bezirk prekär.
Nach dem Gespräch mit dem stellvertretenden Generaldirektor der BVAEB, Werner Bogendorfer, ist nun klar: „Die BVAEB will das Zahnambulatorium in Trieben schließen“, sagt Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier, der nun versucht, das Ruder noch einmal herumzureißen. Um die 1000 Unterschriften habe man bislang für den Erhalt der Gesundheitseinrichtung gesammelt. Diese wolle man nun dem Petitionsausschuss der steirischen Landesregierung überreichen. Denn man sehe die Verantwortung auch bei Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl. Schließlich existiere auch „eine Gesundheitsstrategie für die Steiermark und dabei sollen die Akteure auch auf den Plan treten“, so Herzmaier. Neben seinen Bemühungen in Richtung der Landesregierung will man auch mit der ÖGK Gespräche führen. Dazu will SPÖ-Nationalrat Mario Lindner alle Entscheidungsträger an einen Tisch holen und das noch vor der Sommerpause, wie er sagt. Denn die Zeit drängt. Schon jetzt sind bezirksweit sieben von insgesamt 26 Kassenstellen unbesetzt. Für Lindner „eine untragbare Situation“, wie er sagt: „Wir haben schon jetzt ein riesiges Problem, was die zahnärztliche Versorgung im Bezirk anbelangt. Wenn das Ambulatorium in Trieben auch noch wegfällt, steuern wir in einen Supergau“, warnt Lindner.
Gespräche mit der ÖGK
Auch ein Termin für den Zeitpunkt der Schließung habe die BVAEB bereits kommuniziert, wie Herzmaier informiert: Ende des ersten Quartals 2026 soll es soweit sein. Als Grund für die Schlie- ßung habe die BVAEB genannt, dass zu wenige BVAEB-Versicherte die Einrichtung aufsuchen würden. Der Anteil liege lediglich bei knapp über 30 Prozent. Der Großteil der Patientinnen und Patienten sei über andere Träger versichert. Für Herzmaier könne eine Gesundheitsversorgung jedoch nicht immer wirtschaftlich abbildbar sein, wie er sagt: „Es gibt einen Grundauftrag, den die öffentliche Hand zu erfüllen hat.“ Da die Schließung nicht nur für Trieben, sondern für die gesamte Region ein Problem darstelle, sei man nun um eine rasche Lösung bemüht. Eine davon könnte eine Kooperation zwischen der BVAEB und der ÖGK sein, um das Zahnambulatorium gemeinsam betreiben zu können, so Lindner. Auch die FPÖ hat sich bereits zu Wort gemeldet. Der steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Albert Royer habe in einer parlamentarischen Anfrage an SPÖ-Gesundheitsministerin Korinna Schumann Transparenz und Gegenmaßnahmen gefordert, wie er mitteilt.