Die Steiermärkische Sparkasse blickt auf die erfolgreichsten drei Jahre in der Geschichte der Bank zurück. Im Vorjahr setzte sich der Bezirk Liezen klar an die Spitze der Steiermark.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betont Oliver Kröpfl, ...
Die Steiermärkische Sparkasse blickt auf die erfolgreichsten drei Jahre in der Geschichte der Bank zurück. Im Vorjahr setzte sich der Bezirk Liezen klar an die Spitze der Steiermark.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betont Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse, die Leistung in den vergangenen drei Jahren. In diesem Zeitraum konnte die heimische Bank mit 400 Millionen Euro nach Steuern das bislang beste Ergebnis in ihrer 200-jährigen Geschichte verzeichnen. Wesentlich zu dieser Erfolgsserie beigetragen hat auch der Bezirk Liezen, der im Vorjahr das beste Ergebnis der Steiermark erzielte. Dieses umfasst 50 Mio. Euro an Wohnkrediten und ein Kreditvolumen von 90 Mio. Euro im Firmenkundenbereich. Letzteres bedeutet ein Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber 2024. Diesen Erfolg führt die Regionalleiterin des Bezirks Liezen unter anderem auf den Tourismus zurück. Dieser sei „weniger konjunkturabhängig als andere Sparten, was uns einen Vorteil gegenüber anderen Regionen verschafft. Menschen fahren in den Urlaub und verzichten lieber in anderen Bereichen“, so Petra Frewein. Die gebürtige Rottenmannerin hat mit Mai 2026 die Agenden von Heinz Walcher übernommen.
Digital und persönlich
Mit Frewein habe man „die am besten geeignete Person für diese Position“ gefunden, so Kröpfl. Die 55-Jährige ist seit über 20 Jahren bei der Steiermärkischen Sparkasse tätig, konnte sich durch die Betreuung von Großkunden ein umfangreiches Know-how aneignen und verantwortet nun 13 Filialen im Bezirk Liezen. In diesen wurden im Vorjahr 45.000 Kundinnen und Kunden von 63 Mitarbeitenden betreut. Obwohl die App „George“ ein gern genutztes digitales Tool sei, wolle man weiterhin „ein Angebot mit attraktiven Filialen bieten, da die Bevölkerung bei wichtigen Finanzthemen gerne auf die Expertise von Menschen zurückgreift“, so Kröpfl. Daher „tätigen wir sowohl große Investitionen im IT-Bereich und investieren gleichzeitig in Standorte und in die Qualifikation unserer Mitarbeitenden“, wie das Vorstandsmitglied der Bank betont.
Investition in Filialen
Die Rekordergebnisse der letzten drei Jahre würden nicht für große Dividendenausschüttungen verwendet, sondern großteils als Eigenkapital erhalten bleiben, so Kröpfl. Daher liege die Eigenkapitalquote der Steiermärkischen Sparkasse auch bei rund 30 Prozent. Zudem ermögliche der Erfolg die Investition in das Filialnetz, hebt das Vorstandsmitglied den Ausbau der Infrastruktur hervor. Nachdem die Bank in Haus im Ennstal an einen barrierefreien Standort übersiedelt ist, erfolgt nun der Umbau der Filialen in St. Gallen und Rottenmann. Neben der laufenden Attraktivierung des Filialnetzes lege man einen weiteren Fokus auf die finanzielle Gesundheit von Kundinnen und Kunden. Im Privatbereich bedeute dies auch die finanzielle Absicherung im Alter. Eine Notwendigkeit, die in Österreich „immer noch unterschätzt“ werde, so Kröpfl, der davon abrät, sich in puncto Pension ausschließlich auf den Staat zu verlassen. 15.000 Beratungsgespräche mit Privatkunden habe man im Vorjahr allein in den Filialen des Bezirks Liezen geführt, unterstreicht Frewein die große Bedeutung des persönlichen Kontakts. Dies zeige einmal mehr, dass es trotz Digitalisierung auch in Zukunft ein Filialnetz brauche, stellt sich Kröpfl gegen die Meinung unterschiedlicher Experten.