Starke Frauen, starke Zukunft – warum der Weltfrauentag so wichtig ist
28.02.2025 Junges EnnstalFrauen bewegen die Welt – aber bewegt die Welt sich mit? Am 8. März ist internationaler Weltfrauentag. Er soll Bewusstsein schaffen und auf globale Diskriminierungen und Ungleichheiten aufmerksam machen. Warum alle Menschen von einer gerechteren Welt profitieren und Männer ...
Frauen bewegen die Welt – aber bewegt die Welt sich mit? Am 8. März ist internationaler Weltfrauentag. Er soll Bewusstsein schaffen und auf globale Diskriminierungen und Ungleichheiten aufmerksam machen. Warum alle Menschen von einer gerechteren Welt profitieren und Männer am Weltfrauentag nicht diskriminiert werden.
Stellt euch vor, ihr spielt Basketball. Während beim anderen Team alles normal abläuft, bekommt euer Team für jeden Treffer nur die halbe Punktzahl. Unfair, oder? Trotz der offensichtlichen Ungerechtigkeit ist dies – im übertragenen Sinn – der Alltag vieler Frauen. Sie bekommen oft weniger Geld für die gleiche Arbeit, haben schlechtere Karrierechancen und sollen sich nebenbei noch um Haushalt und Kinder kümmern. Vielerorts sind Frauenrechte Fremdwort und das Leben einer Frau weniger wert.
Auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten viel getan hat, kann von Gleichberechtigung noch nicht die Rede sein. Deshalb werden seit über 100 Jahren am Weltfrauentag nicht nur die Erfolge starker Frauen der Vergangenheit gefeiert, sondern auch für die Rechte und Gleichstellung zukünftiger Generationen gekämpft.
Woher kommt der Weltfrauentag eigentlich?
Bereits 1908 demonstrierten Frauen in New York für bessere Arbeitsbedingungen, gleiche Bezahlung und das Wahlrecht. Ein Jahr später schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz vor, einen jährlichen Frauentag einzuführen – mit Erfolg. Der erste offizielle Internationale Frauentag wurde 1911 in mehreren Ländern gefeiert, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz und Dänemark. Heute – mehr als 100 Jahre später – fordern wir, abgesehen vom Wahlrecht, noch immer dasselbe. Denn auch 2025 verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich noch 12,5 Prozent weniger und erledigen dafür den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit mit Kindern und Haushalt.
„Betrifft mich eh nicht.“ – Warum auch Männer vom Weltfrauentag profitieren
Gleichberechtigung betrifft uns alle. Denn wenn alle die gleichen Chancen haben – in der Schule, im Beruf und im Leben – erfolgreich zu sein, profitieren davon auch alle. Wenn wir unabhängig von unserem Geschlecht unsere Fähigkeiten gleicherma- ßen nutzen können, haben wir insgesamt eine größere Auswahl an Ideen und Lösungen und dadurch auch mehr Fortschritt. Teams und Gruppen, in denen Frauen und Männer gemeinsam arbeiten, können aufgrund der verschiedenen Perspektiven Probleme oft besser und kreativer lösen.
Somit ist die von Männerseite oft aufkommende Kritik, der Weltfrauentag sei unfair ihnen gegenüber, absolut unbegründet. Denn abgesehen davon, dass Frauen die restlichen 364 Tage unterrepräsentiert bleiben, profitieren auch Männer von einer gerechteren Welt. Menschen, die in einem Land mit einer hohen Gleichstellungsquote leben, sind tendenziell nämlich auch glücklich und zufriedener!
Aber wie kann man nun eigentlich seinen Beitrag leisten? Gleichberechtigung beginnt mit kleinen Dingen. Aufmerksam sein und eingreifen, wenn andere unfair behandelt werden. Ein weiterer Schritt zu mehr Gleichberechtigung ist, sich zu informieren und Bescheid zu wissen. Denn nur wer sich auskennt, kann auch handeln. Durch Weiterbildung sehen wir, wo Veränderungen notwendig sind. Unser Wissen können wir mit unserem Umfeld teilen und so erneut Bewusstsein schaffen für ein so wichtiges Thema.
Am allerwichtigsten jedoch ist, jeden Tag Gleichberechtigung zu leben. Das bedeutet, alle Menschen fair und mit Respekt zu behandeln, ganz egal welches Geschlecht. Vorurteile und Diskriminierung dürfen in unserem täglichen Miteinander keinen Platz haben. Indem wir uns bemühen, alle fair zu behandeln und uns für Gleichberechtigung einsetzen, schaffen wir mit kleinen Dingen große Veränderung für eine gerechtere und glücklichere Welt. Am 8. März ist Weltfrauentag. Auch dieses Jahr kämpfen wir wieder für mehr Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung. Frauen verändern die Welt – also lasst sie nicht alleine kämpfen!
Elisa Schütz