Die Mid Europe wurde im vergangenen Jahr zu Grabe getragen. Mit dem größten Death-Metal-Fest der Region möchte der Tourismusverband nun einen Schritt weiter gehen.
Jetzt wird gleich um mehrere Gänge nach oben geschalten. Unmittelbar nach dem ...
Die Mid Europe wurde im vergangenen Jahr zu Grabe getragen. Mit dem größten Death-Metal-Fest der Region möchte der Tourismusverband nun einen Schritt weiter gehen.
Jetzt wird gleich um mehrere Gänge nach oben geschalten. Unmittelbar nach dem Einstampfen des Blechmusik-Festivals „Mid Europe“ versprachen Tourismusverband und Gemeinde an einem neuen Konzept zu arbeiten. Dem „Ennstaler“ liegt bereits das streng geheime Konzept vor. Darin ist vom größten Death-Metal-Festival die Rede, das die Region je gesehen hat. Schreiende E-Gitarren, Schlagzeuge wie Presslufthammer und kreischende Sänger werden Trompeten, Querflöten und Tschinellen ablösen.
Softies können einpacken
Da können Softies wie die Backstreet Boys einpacken und ein Robbie-Williams-Konzert wird einem Kindergeburtstag gleichkommen, wenn die Metal-Bands ihre Instrumente auspacken. „Schladming wird mit den Ohren schlackern“, ist man überzeugt. Klaus Leutgeb ist bereits intensiv auf der Suche nach namhaften Bands. Es sei zwar nicht sein Steckenpferd, doch diese Gelegenheit möchte er sich nicht entgehen lassen. „Unser Vorbild ist Wacken – nur, dass die Musik noch eingängiger, noch härter und rauer sein soll“, sagt Leutgeb auf Anfrage des „Ennstalers“.
Neue Trägerrakete
Die Entscheidung in der Kommission ist nach kurzer Diskussion einstimmig ausgefallen. Tourismusverband-Geschäftsführer Mathias Schattleitner erklärt die Beweggründe: „Ein richtiges Metal-Fest hat der Region noch gefehlt. Damit zünden wir den nächsten Turbo, denn wir brauchen eine neue Trägerrakete. Die WM ist schon seit 13 Jahren Geschichte und die anderen Regionen schlafen auch nicht. Mit dem Death-Metal-Festival werden wir neue Potenziale erschließen.“
Man hat auch bereits eine Studie an ein renommiertes Marktforschungsinstitut in Auftrag gegeben. Dort heißt es, dass für jeden investierten Euro 3,70 Euro an Wertschöpfung in der Region bleiben bzw. über eine Umwegrentabilität zurückfließen. So haben alle was davon.
Es wird laut
Mit Neuroth, dem Hörgeräte-Entwickler, konnte bereits ein Großsponsor gefunden werden. „Das sind unsere Kunden von morgen“, bestätigt ein Pressesprecher. Und mit „morgen“ meint man nicht in den nächsten Jahren, sondern tatsächlich den Tag nach den Konzerten. Schließlich wird die Tonanlage alle bisherigen Dimensionen um ein Vielfaches übertreffen. „Da werden sogar die Ramsauer noch etwas davon haben“, scherzt man im Organisationskomitee.