Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach deckt in Zukunft einen Teil der steirischen Gesundheitsversorgung ab. Das kostet der Steiermark jährlich 1 Million Euro.
Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach wurde am vergangenen Freitag, dem 3. Juli, die ...
Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach deckt in Zukunft einen Teil der steirischen Gesundheitsversorgung ab. Das kostet der Steiermark jährlich 1 Million Euro.
Im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach wurde am vergangenen Freitag, dem 3. Juli, die angekündigte Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Salzburg und dem Land Steiermark bezüglich Krankenhausleistungen außerhalb des eigenen Bundeslands von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und seiner Salzburger Amtskollegin Daniela Gutschi unterzeichnet. Bereits bisher war zu beobachten, dass insbesondere die Bevölkerung im westlichen Teil des Bezirks Liezen aufgrund der besseren Erreichbarkeit Krankenhäuser in Salzburg angesteuert hat. Nachdem Leistungen der Klinik Diakonissen Schladming in Richtung Rottenmann abwandern, wird sich dieser Patientenstrom verstärken. Die Kooperation zwischen Oberösterreich und der Steiermark wurde bereits Ende März beschlossen. Für die Finanzierung des Gesundheitswesens sind die Länder zuständig. Vereinfacht ausgedrückt ist jedes Bundesland primär für die Spitalsversorgung der eigenen Bevölkerung verpflichtet – mit Ausnahme von Notfällen und der Erstversorgung. Während die Steiermark bundesländerübergreifend Kooperationen vertraglich aufbaut, schwelt zwischen Wien und Niederösterreich seit längerem ein politischer Streit. Wiener Spitäler weisen sogenannte Gastpatienten aus Niederösterreich bei planbaren Eingriffen ab. Die Vereinbarung zwischen Steiermark und Salzburg regelt eine finanzielle Abgeltung für vermehrte Inanspruchnahme im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie (ab Juli 2027) sowie der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (ab Oktober 2026). Pro Jahr rechnet man mit Kosten in der Höhe von rund 1 Million Euro. Somit sind diese Abteilungen des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach verpflichtet, Patienten aus der Steiermark mit jenen aus Salzburg gleichzusetzen. „Unsere steirischen Kooperationen – von Bad Ischl bis Schwarzach – zeigen, wie eine Gesundheitsreform in der Praxis funktionieren kann: partnerschaftlich, transparent und mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Bevölkerung. Dieses Modell könnte auch Vorbild für den Bund sein“, sagt der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl. Auch die Salzburger Gesundheitslandesrätin, Daniela Gutschi, schlug in die selbe Kerbe: „Die mit dem Land Steiermark geschlossene Vereinbarung ist ein echtes Vorzeigemodell für eine moderne und grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung.“