In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien entfernten Schüler der HBLFA Raumberg-Gumpenstein invasive Neophyten in Wörschach und Stainach.
Die eine Hälfte der Klasse arbeitete in Wörschach am Eingang der Klamm, wo sie eine stark bewachsene ...
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien entfernten Schüler der HBLFA Raumberg-Gumpenstein invasive Neophyten in Wörschach und Stainach.
Die eine Hälfte der Klasse arbeitete in Wörschach am Eingang der Klamm, wo sie eine stark bewachsene Hangfläche vom Sachalin-Knöterich befreite. Die andere Gruppe entfernte am westlichen Ortseingang von Stainach gemeinsam mit der Einsatzstelle Grimming-Donnersbachtal der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht großflächige Bestände des Japanischen Staudenknöterichs, die sich durch Ablagerungen von Bauschutt stark ausbreiten. Beide Knötericharten zählen zu den problematischsten invasiven Neophytenarten. Die Pflanzen haben eine enorme Wuchskraft und die Wurzeln durchdringen Beton, Asphalt und Schotter und verursachen massive Schäden an Mauerwerken, Straßen sowie Uferbefestigungen. In steileren Hanglagen fördern sie Erosion, denn unterhalb der hohen Stauden wächst so gut wie gar nichts mehr und die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Winter komplett ab.
Die Schüler erlernten zunächst von Renate Mayer die wichtigsten botanischen und phänologischen Merkmale der Pflanzen, ihren Nutzen und den Schaden, den sie verursachen können, sowie das richtige Entfernen und Entsorgen mitsamt den Wurzelanteilen. Das Pflanzen- und Wurzelmaterial musste getrennt gesammelt und die Speicherknollen sowie Rhizome in Müllsäcke gepackt werden. Diese werden von den Gemeinden zum Abfallwirtschaftsverband nach Liezen gebracht, um dort der sachgemäßen Verbrennung zugeführt zu werden.