Das Universalmuseum Joanneum hat den Titel „Blume“ für das laufende Museumsjahr ausgerufen. Auch Schloss Trautenfels widmet dem Thema eine Sonderausstellung.
Blumen haben viel zu erzählen. Sie bringen Farbe in die Natur und locken nicht nur Insekten ...
Das Universalmuseum Joanneum hat den Titel „Blume“ für das laufende Museumsjahr ausgerufen. Auch Schloss Trautenfels widmet dem Thema eine Sonderausstellung.
Blumen haben viel zu erzählen. Sie bringen Farbe in die Natur und locken nicht nur Insekten mit ihren bunten Blüten. Sie begleiten Menschheit als Pflanze, als Symbol und auch als Inspirationsquelle. An acht Standorten des Universalmuseums Joanneum dreht sich heuer alles um die Blume. Vergangene Woche fand die Eröffnungsfeier auf Schloss Trautenfels statt. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchten die einzelnen Exponate Blumen, Blüten, Symbole und Düfte. Anstatt eines Stecktuchs, leuchteten zwei gelbe Löwenzahn-Blüten aus der Brusttasche des Sakkos von Joanneum-Geschäftsführer Marko Mele. „Ich bin heute gut gelaunt“, begrüßte Mele die Besucherinnen und Besucher. Einerseits erstrahle das Schloss Trautenfels frisch saniert in neuem Glanz, andererseits dürfe er eine gelungene Schau eröffnen. „Man merkt, dass diese Ausstellung atmet“, sprach Mele die Lebendigkeit an. Die Ausstellung schafft eine Klammer über Natur, zeitgenössischer Kunst, Geschichte und Technik und spricht sowohl das Herz als auch den Verstand an. Sieben Räume greifen das Thema auf und laden ein, Blumen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dabei darf die Narzisse als kultureller Anker genauso wenig fehlen, wie das Sonnwendbüscherl inklusive einer Erklärung der Bedeutung seiner Bestandteile. Der Literat Folke Tegethoff hat eigens zwei Märchen eingesprochen, Klanginstallationen und Dufterlebnisse runden das Erlebnis ab. Das Museum scheut auch keine kritische Auseinandersetzung mit Biodiversität, die das Fundament für das menschliche Wohlergehen und eines gesunden Planeten bildet. Kunstwerke von Thomas Stimm (12 „Löwenzähne“), Klaus Gottwald („Blütenbaum“) sowie des regionalen Künstlers Josef Schiestl („Der ratlose Geier“) laden zu eigenen Interpretationen ein. Gewidmet ist die Ausstellung dem langjährigen Mitarbeiter und im vergangenen Jahr verstorbenen Wolfgang Otte.
Bis Ende Oktober ist das Museum von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen geöffnet.