Bierwanne, Boulder-Rathaus und Zielhangrutsche. Der Tauern Circle wartet heuer mit neuer Streckenführung, neuen Hindernissen und einem spektakulären Finale auf.
Wer am Samstag, 27. Juni, glaubt, Schladming sei über Nacht zu einem alpinen Freizeitpark ...
Bierwanne, Boulder-Rathaus und Zielhangrutsche. Der Tauern Circle wartet heuer mit neuer Streckenführung, neuen Hindernissen und einem spektakulären Finale auf.
Wer am Samstag, 27. Juni, glaubt, Schladming sei über Nacht zu einem alpinen Freizeitpark geworden, liegt nicht ganz falsch. Der Tauern Circle geht in seine fünfte Runde und beweist einmal mehr, dass in der Region nicht nur Berge, sondern auch Ideen mit ordentlich Höhenmetern existieren. Acht Kilometer, 250 Höhenmeter und 18 Hindernisse warten auf jene Menschen, die sich freiwillig dazu entschlie- ßen, ihre körperlichen und mentalen Grenzen öffentlich zu testen – begleitet vom Applaus der Zuschauer und dem leisen Kopfschütteln der Einheimischen. Neu ist heuer nicht nur der Muskelkater, sondern auch das Konzept. Die Strecke wird erstmals in umgekehrter Reihenfolge gelaufen. Statt gemütlichem Einlaufen wartet als erstes Hindernis eine eigens installierte Boulderwand direkt am Schladminger Rathaus. Eine selten gesehene Symbiose aus Kletterhalle und Kommunalpolitik, bei der sich zeigt, wer nicht nur Ausdauer, sondern auch Griffkraft mitbringt. Für zusätzliche Herausforderungen sorgt ein Hindernis, das eher der Regeneration als dem Wettkampf dient. Schladminger Bier stellt einen großen Tank, gefüllt mit Bier, zur Verfügung. Erste Befürchtungen gehen dahin, dass manche Teilnehmer den Tauern Circle genau an dieser Stelle beenden könnten – nicht aus Erschöpfung, sondern aus innerer Überzeugung. Der Veranstalter setzt dennoch auf die Selbstdisziplin der Athleten und vertraut darauf, dass der sportliche Ehrgeiz am Ende doch stärker ist. Und wäre es nicht die Planai, man würde vermutlich an einen Faschingsscherz glauben. Wurde früher der Zielhang der Planai Richtung Rohrmoos überwunden, geht es nun von Rohrmoos direkt ins Planai-Stadion. Den krönenden Abschluss bildet eine Riesenrutsche, bei der erstmals die Zeit gemessen wird. Verantwortlich für diese Idee ist niemand Geringerer als der neue Chef der Planai-Bahnen, Peter Weichbold. Ob die Rutsche zusätzlich einen Looping enthalten wird, ist derzeit noch in Planung. Man wolle die Spannung hochhalten. „Der Tauern Circle ist ein Lauf für Menschen, die beim Wort Hindernis nicht zurückschrecken, sondern nachfragen, wie groß es wird“, erklärt Thomas Steiner. „Und ob man es auch rutschend bewältigen kann.“ Die Veranstaltung verspricht damit vor allem eines: Sportliche Grenzerfahrungen – und Gesprächsstoff weit über den Zielbereich hinaus.