Eindeutiger Beschluss: Am Hubereck soll es keine Eignungszone für Windkraft geben. Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner spricht von einem „Schnellschuss-Nein“.
Nach der einstimmigen Ablehnung der Ausweisung zur Vorrangzone für ...
Eindeutiger Beschluss: Am Hubereck soll es keine Eignungszone für Windkraft geben. Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner spricht von einem „Schnellschuss-Nein“.
Nach der einstimmigen Ablehnung der Ausweisung zur Vorrangzone für Windenergie am Hubereck im Jahr 2019 hat Rottenmanns Gemeinderat vergangene Woche Mittwoch erneut über dieses Thema entschieden. Grund dafür: Mitte Februar seien Vertreter des Landes Steiermark in Rottenmann gewesen, um mit Bürgermeister Günter Gangl und Admonts Bürgermeister Christian Haider das Thema erneut zu besprechen, fasste Gangl den Anlass für die Abstimmung bei der vergangenen Gemeinderatssitzung zusammen. In den vergangenen Jahren hat das Stift Admont als Grundstücksbesitzer immer wieder seine Ambitionen verdeutlicht, einen Windpark auf dem Hubereck errichten zu wollen. Eine erneute Präsentation des Projekts habe im Vorjahr im Stift Admont stattgefunden, so Gangl. Dieses fand im Gemeinderat von Admont auch Zustimmung, wurde in Rottenmann bei der Gemeinderatssitzung vergangene Woche Mittwoch jedoch klar abgelehnt. Mit drei Stimmenthaltungen stimmte man im Gemeinderat gegen eine eventuelle Ausweisung als Vorrangzone für Windkraft am Hubereck.
Schönleitner fordert Sachlichkeit
Die Entscheidung des Gemeinderates Rottenmann hat bereits auch die Grünen der Steiermark auf den Plan gerufen. Grünen-Mandatar Lambert Schönleitner spricht von einem „Schnellschuss-Nein“ und fordert klare Vorgaben von der Landespolitik: „Die Windkraft ist von zentraler Bedeutung – nicht nur fürs Klima, sondern auch für stabile Energiepreise. Gerade jetzt sehen wir angesichts des Nahostkrieges erneut, was passiert, wenn wir weiterhin von Öl und Gas abhängig sind und die Importe teurer werden.“ Umso wichtiger sei es, vorhandenes Potenzial zu nutzen, so Schönleitner, der dafür gerade im Bezirk Liezen „beste Voraussetzungen“ sieht, wie er sagt. Der Grünen-Landtagsabgeordnete fordert nun eine sachliche Diskussion und will mit Rottenmanns Bürgermeister Günter Gangl das direkte Gespräch suchen.
Alles auf Schiene
Während man in Rottenmann noch auf der Bremse steht, ist das Flächenwidmungsverfahren für die Windkraftzone auf dem Herrenwaldrücken in Trieben fast abgeschlossen. Letzte Einwände sollen noch im März behandelt werden, zudem stehe man im engen Austausch mit dem Nationalpark Gesäuse, der Umweltanwaltschaft sowie der Energie Steiermark, sagt Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier. Er rechnet damit, dass „wir im Sommer mit der Raumordnung fertig sind, danach die UVP starten und 2028 zu bauen beginnen können“, so Herzmaier. Eine Vision sei es, „den Windpark direkt mit dem neuen Firmenstandort, der am einstigen RHI-Gelände entsteht, zu verbinden, sodass wir fit für die Zukunft sind“, sagt Triebens Bürgermeister.