Der vierte Frauenrundgang in Admont zeigte: Barrierefreiheit ist noch längst nicht selbstverständlich.
Im Rahmen des Projekts „Unerhört 2.0“ fand in Admont der vierte Frauenrundgang statt – trotz Schneegestöbers nahmen rund 30 ...
Der vierte Frauenrundgang in Admont zeigte: Barrierefreiheit ist noch längst nicht selbstverständlich.
Im Rahmen des Projekts „Unerhört 2.0“ fand in Admont der vierte Frauenrundgang statt – trotz Schneegestöbers nahmen rund 30 Personen teil. Ziel war es, die Lebensrealitäten älterer und/oder beeinträchtigter Frauen im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Angeleitet von Susanne Wölger-Olivier und Friederike Zettelbauer, wurde deutlich, wie herausfordernd alltägliche Wege für Rollstuhl-, Rollator- und Kinderwagennutzer sein können. Kopfsteinpflaster, fehlende Rampen, schmale Türen oder nicht barrierefreie WCs wurden entlang der Route sichtbar. Die Tour startete am Stiftsparkplatz, wo Museumsleiter Michael Richter-Grall die Gruppe empfing und auf die vollständige Barrierefreiheit des Museums hinwies. Im Hemma- Park und an der Stiftskirche zeigte sich, dass der Zugang im Winter für Rollstuhlnutzer nicht gewährleistet ist. Am Fuchs-Rotrock-Brunnen erinnerte man an die Admonter Dichterin Martha Wölger. Im Marktgemeindeamt und im Nationalpark-Infobüro informierten Bürgermeister Christian Haider, Katrin Stock und Petra Sterl über barrierefreie Angebote, den Planungsstand einer öffentlichen Toilette sowie Möglichkeiten für unterstützte, barrierefreie Wanderungen im Nationalpark Gesäuse. Der Abschluss im Hotel Spirodom bot Raum für Austausch. Martina Pitzer von der Philomena Frauenund Mädchenberatung stellte ihre niederschwelligen Angebote vor. Organisiert wurde der Rundgang von Hilde Unterberger, Edith Zitz, Irene Strauss und Veronika Spiller (Selbsthilfe Steiermark).