Der Tourismus bleibt ein wichtiger wirtschaftliche Motor in Schladming-Dachstein. Bei der Veranstaltung „Darum Tourismus“ in Gröbming wurde deutlich, wie stark die Branche zur Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftlichen Stabilität im Bezirk ...
Der Tourismus bleibt ein wichtiger wirtschaftliche Motor in Schladming-Dachstein. Bei der Veranstaltung „Darum Tourismus“ in Gröbming wurde deutlich, wie stark die Branche zur Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftlichen Stabilität im Bezirk Liezen beiträgt.
Die Tourismusregion Schladming-Dachstein präsentiert sich wirtschaftlich weiterhin stabil. Laut aktuellem Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Österreich können im Bezirk Liezen Umsatz, Auftragslage und Beschäftigung deutlich robuster gehalten werden als in vielen anderen Regionen des Landes. Als zentraler Faktor gilt dabei der Tourismus. Diese Zusammenhänge standen im Mittelpunkt des „Darum Tourismus Abends“, der in Gröbming stattfand. Der Tourismusverband Schladming-Dachstein hatte gemeinsam mit der WKO-Regionalstelle Ennstal/ Salzkammergut sowie der Raiffeisenbank Schladming-Gröbming Wirtschaftsvertreter der Region zu Impulsvorträgen und zum persönlichen Austausch eingeladen.
Die wirtschaftlichen Hintergründe präsentierte Ewald Verhounig, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark: „Der Tourismus hat sich zu einem zentralen Wirtschaftsmotor im Bezirk Liezen entwickelt“, betonte er. Besonders die Region Schladming-Dachstein zeige eindrucksvoll, welches Potenzial darin stecke: Seit 2013 sei die jährliche touristische Wertschöpfung um mehr als 70 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Beschäftigung habe sich seit 1971 nahezu verdreifacht. Zugleich sorge der Tourismus für wirtschaftlichen Ausgleich im Bezirk und mache Schladming- Dachstein als internationale Ganzjahresdestination zu einem Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Marktdiversifizierung. Grundlage dieser Zahlen ist eine vom Tourismusverband Schladming-Dachstein beauftragte Wertschöpfungsstudie. Rund 768 Millionen Euro entfallen auf direkte Nachfrage durch etwa drei Millionen Nächtigungen sowie rund 750.000 Tagesgäste pro Jahr. Weitere 138 Millionen Euro entstehen durch indirekte Effekte, etwa Investitionen regionaler Unternehmen. Auch aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive spielt der Tourismus eine entscheidende Rolle für alpine Regionen. Darauf verwies Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), in einem zugeschalteten Beitrag. Der Tourismus sei für viele inneralpine Gebiete eine Form der Bewirtschaftung des Raumes, die Wertschöpfung bringe. Ohne ihn würden diese Regionen deutlich weniger wirtschaftliche Perspektiven haben und stärker unter Abwanderung leiden, erklärte Felbermayr.
Tourismusverband-Vorsitzender Andreas Keinprecht und Geschäftsführer Mathias Schattleitner betonten in ihrem gemeinsamen Impuls die strategische Bedeutung des Tourismus für die Region: „Der Tourismus ist die Lebensader unserer Region Schladming-Dachstein. Er schafft Arbeitsplätze, stärkt die Wertschöpfung und trägt wesentlich zur hohen Lebensqualität in unserem Lebensraum bei.“