Sanieren, nach Lassing übersiedeln, oder in Trieben neu bauen: Spätestens im September wird der Pflegeverband Liezen eine Entscheidung über das Pflegeheim Trieben treffen. Für Triebens Bürgermeister sei eine Verlegung des Standorts keine Option, wie er ...
Sanieren, nach Lassing übersiedeln, oder in Trieben neu bauen: Spätestens im September wird der Pflegeverband Liezen eine Entscheidung über das Pflegeheim Trieben treffen. Für Triebens Bürgermeister sei eine Verlegung des Standorts keine Option, wie er sagt.
Das 1974 errichtete Pflegeheim in Trieben ist stark in die Jahre gekommen. Um den Betrieb der 72 Betten starken Einrichtung noch in den nächsten Jahren aufrechterhalten zu können, werden 60.000 Euro am Standort investiert. Dies sei jedoch nur eine kurzzeitige Lösung, wie Pflegeverbands-Obmann Raimund Sulzbacher informiert. Aktuell würde man mehrere Optionen durch eine Siedlungsgenossenschaft prüfen lassen. Zur Diskussion stehen eine Generalsanierung von Triebens Pflegeheim, ein Neubau der Einrichtung in Trieben oder eine Übersiedlung nach Lassing durch eine bauliche Erweiterung der „Seniorenhoamat“. Für eine dieser Varianten würde man sich auf Basis der berechneten Investitionskosten im Juni bzw. spätestens im September dieses Jahres entscheiden, so Sulzbacher.
Einzige Einrichtung im Paltental
Schon jetzt macht Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier klar: „Für mich ist eine Umsiedelung des Pflegeheims Trieben keine Option.“ Einer Sanierung stehe er jedoch genauso offen gegenüber wie einem Neubau, solange dieser in Trieben entstehe, so Herzmaier. Eine Option auf ein passendes Grundstück habe man sich bereits gesichert. Zudem sei man es „der älteren Bevölkerung schuldig, dass sie ihren Lebensabend dort verbringen kann, wo sie zu Hause ist“, unterstreicht Triebens Bürgermeister die Bedeutung des einzigen Pflegeheims im Paltental. Denn „dort haben die älteren Personen Menschen um sich, mit denen sie einst zur Schule gegangen sind, mit denen sie gearbeitet haben, oder die sie aus Vereinen kennen“, so Herzmaier.
Wirtschaftlich und sinnvoll
Für Lassings Bürgermeister Engelbert Schaunitzer ist klar: In dieser Sache müsse man „wirtschaftlich und sinnvoll denken“, wie er sagt. Schließlich würden diese Entscheidung alle 29 Gemeinden des Bezirks mittragen müssen. Somit sei er für jede der genannten Optionen offen, solange sie die beste für alle Beteiligten sei.