Die Grünen pochen auf den Ausbau der sogenannten letzten Meile. Sie fordern bis Juni einen Masterplan des Landes Steiermark.
Micro-ÖV-Projekte in der Südweststeiermark, dem Gesäuse, dem Ausseerland und in Schladming haben es ...
Die Grünen pochen auf den Ausbau der sogenannten letzten Meile. Sie fordern bis Juni einen Masterplan des Landes Steiermark.
Micro-ÖV-Projekte in der Südweststeiermark, dem Gesäuse, dem Ausseerland und in Schladming haben es vorgemacht: „Die letzte Meile ist der Schlüssel, damit man die Öffis auch am Land nutzen kann“, so Lambert Schönleitner. Geht es nach dem Grünen-Politiker sollen das jedoch „nicht die Gemeinden finanzieren, sondern das Land“, wie Schönleitner betont. Damit würde man vermeiden, dass Verbindungen an der Bezirksgrenze oder gar an der Gemeindegrenze enden. Nun fordern die Grünen das Land Steiermark auf, einen Masterplan über den Ausbau der letzten Meile bis Juni vorzulegen, um im gesamten Bundesland den Lückenschluss zwischen Bahn- bzw. Bushaltestelle und dem tatsächlichen Zielort zu schaffen. Nur so sei es auch am Land Lebenden möglich, den öffentlichen Verkehr zu nutzen, so Schönleitner. Zwar sei ihm klar, dass „es ein Auto pro Haushalt bei uns am Land immer geben wird, doch das zweite oder dritte Auto ließe sich mit einem guten Angebot des öffentlichen Verkehrs vermeiden“, gibt der Grünen-Politiker zu bedenken. Über die Finanzierung des geforderten Ausbaus sagt Schönleitner: In Anbetracht steigender Spritpreise und hoher Kosten für Straßensanierungen sei es auch wirtschaftlich gesprochen, in den öffentlichen Verkehr zu investieren. Wichtig sei es auch, dass „die Nutzung einfach ist und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt“, betont Schönleitner und bringt eine Eingliederung der letzten Meile in das Klimaticket ins Spiel.
Appell an die Gemeinden
Neben der letzten Meile sei den steirischen Grünen auch die Sicherstellung zeitgemäßer Bahnverbindungen im Bezirk Liezen ein Anliegen, wie Lambert Schönleitner betont. Um auf Probleme durch den im Dezember 2025 durchgeführten Fahrplanwechsel der ÖBB aufmerksam zu machen, habe man einen dementsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht. Dieser würde sich unter anderem auf die Verbindung zwischen Bad-Aussee und Stainach-Pürgg beziehen. Denn aus dem Ennstal gebe es keine Zugverbindung mehr mit Ankunft vor Unterrichtsbeginn um 8 Uhr, so ein Auszug des Antrags, der die Schwächung des Schulstandorts Bad Aussee thematisiert. Ebenso kritisch sieht Schönleitner den bundesländerübergreifenden Zugverkehr von Oberösterreich in die Steiermark, da dieser in Obertraun enden würde. Zudem sei es „nicht länger hinzunehmen, dass sich die Steiermark im Gegensatz zu Niederösterreich und Oberösterreich weigert, den regionalen Zugverkehr auf der Gesäusestrecke zu finanzieren“, ist im Antrag weiter zu lesen. Die Grünen fordern daher tägliche Tagesrandverbindungen zwischen Amstetten und Selzthal. Oft scheitere es an Wagenmaterial und Zuggarnituren, sagt Schönleitner, „da müssen wir einfach schneller in der Beschaffung werden.“ Er appelliert nun an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Bezirks, gemeinsam Druck zu erzeugen, denn „Zentralösterreich braucht keine Züge, die an der Landesgrenze halten“, so Schönleitner.