Neustart auf Röthelstein
10.07.2026 RegionalesDas JUFA-Hotel Schloss Röthelstein feierte vergangene Woche seine offizielle Neueröffnung. Der Hotelbetrieb startete schon zwei Wochen zuvor.
Ein Lächeln hier, ein neugieriger Blick dort, dazwischen viele Erinnerungen: Wie groß das Interesse der ...
Das JUFA-Hotel Schloss Röthelstein feierte vergangene Woche seine offizielle Neueröffnung. Der Hotelbetrieb startete schon zwei Wochen zuvor.
Ein Lächeln hier, ein neugieriger Blick dort, dazwischen viele Erinnerungen: Wie groß das Interesse der Bevölkerung am wiedereröffneten Hotelbetrieb der Jufa-Kette in Schloss Röthelstein war, zeigte sich vergangenen Freitag am Tag der offenen Tür deutlich. Obwohl mehrere Parkflächen zur Verfügung standen, mussten Besuchende schon am Vormittag am Ende einer langen Schlange von abgestellten Fahrzeugen entlang der Stra- ße parken und die letzten Meter zu Fuß hinauf zum historischen Schloss zurücklegen. Im überdachten Innenhof herrschte schon am frühen Morgen reges Treiben, denn neben Hotelgästen hatten sich vor allem viele Einheimische eingefunden, um das breite Frühstücksangebot zu genießen. Dies solle auch künftig so bleiben, denn das JUFA-Hotel Schloss Röthelstein verstehe sich als lebendiger Begegnungsort für die regionale Bevölkerung, so CEO und Gründer der JUFA-Hotels Gerhard Wendl. Daher sind auch Kapelle, Rauchkuchl und Schlosscafé öffentlich zugänglich.
Angebot weiter ausbauen
Vor knapp zwei Jahren musste das JUFA-Hotel auf Schloss Röthelstein schließen. Nun sei man mit einem neuen Konzept und einem neuen Investor zurück. Dieser teile dieselbe Vision und die Liebe zu diesem Kleinod, so Wendl. Schon zwei Wochen vor der offiziellen Eröffnung habe man den Hotelbetrieb gestartet, denn die Nachfrage nach einem Urlaub im Schloss sei groß, wie Wendl betont: „Es gibt viele Menschen, die das Besondere suchen und in historischen Gemäuern nächtigen wollen.“ Dementsprechend gut seien auch die Rückmeldungen der ersten Gäste: Das Hotel erzielt derzeit die Gesamtnote 9,2 von 10 auf booking.com. Besonders punkten könne man mit Aussicht, Ambiente und Lage, wie die aktuelle Auswertung eines Fragebogens zeigt. Als Anregung wurden längere Öffnungszeiten der hoteleigenen Gastronomie angeführt. Ein Punkt, an dem man derzeit arbeite, sagt JUFA-Regionalmanager Sebastian Devos. Aktuell umfasst ein Aufenthalt vor Ort Nächtigung und Frühstück. In einem nächsten Schritt wolle man die historische Rauchkuchl für wöchentliche Themenabende, wie ein Kaiserschmarrn-Essen, nutzen. Ebenso sei man dabei, Kooperationen mit regionalen Partnerbetrieben abzuschließen. Konkret ins Auge gefasst habe man eine Zusammenarbeit mit dem Benediktinerstift Admont, um die Führung durch die Klosterbibliothek mit einem Besuch in Röthelstein zu kombinieren.
In Bikestrecke eingebunden
Die Wiedereröffnung ist auch für Gesäuse-Tourismus-Chefin Jaqueline Egger ein Schritt in die richtige Richtung: „Große Häuser haben wir nicht viele. Anfragen gibt es dementsprechend viele“, so Egger. In weiser Voraussicht hat man auch die neue Gravelbikestrecke, die kürzlich im Gesäuse eröffnet wurde, an Schloss Röthelstein vorbeigeführt, denn für Egger habe das Hotel „den 1A-Platz im Gesäuse“, wie sie sagt. Erfreut zeigt man sich auch von Seiten des Nationalparks Gesäuse, denn in der Vergangenheit sei man immer wieder vor der Herausforderung gestanden, große Gruppen unterzubringen, so Christoph Unterberger.
Positionierung als Hochzeitsschloss
Zusätzlich zum klassischen Hotelbetrieb wolle man sich stark als Hochzeitsschloss positionieren. Denn das gesamte Hotel mit seinen 41 Gästezimmern sei auch exklusiv buchbar und würde sich somit als Eventlocation bestens eignen, wie Wendl betont. Kirchliche Trauungen und Taufen können in der Schlosskapelle stattfinden. Für Admonts Bürgermeister Christian Haider sei das historische Schmuckstück ein gleichbedeutendes Wahrzeichen wie die beiden Türme der Stiftskirche und die Gesäuse-Berge. Die Unterstützung der Gemeinde sei dem Hotelbetrieb somit sicher, so Haider. Zusätzlich appellierte Admonts Bürgermeister an die Bevölkerung, das gastronomische Angebot nicht nur am Eröffnungstag, sondern auch in Zukunft zu nutzen, um den Betrieb nachhaltig abzusichern.


