Im Osten des Bezirkes entsteht ein Lichtschutzgebiet. Das erste Dark Sky Reserve Österreichs ist fünf Mal größer als die Fläche von Wien und befindet sich im Endspurt der Zertifizierung.
In Österreich gibt es sie noch. Die Orte, die ...
Im Osten des Bezirkes entsteht ein Lichtschutzgebiet. Das erste Dark Sky Reserve Österreichs ist fünf Mal größer als die Fläche von Wien und befindet sich im Endspurt der Zertifizierung.
In Österreich gibt es sie noch. Die Orte, die einen fantastischen Blick auf die Milchstraße ermöglichen. Dazu zählt auch der Nationalpark Gesäuse, wo in Johnsbach einer der dunkelsten Nachthimmel Österreichs gemessen wurde. Kein Wunder also, dass der Nationalpark Gesäuse Teil eines insgesamt knapp 2400 km² neuen Lichtschutzgebiets ist, das am 17. März von Dark Sky International zum ersten Dark Sky Reserve Österreichs zertifiziert wird. Neben dem Nationalpark Gesäuse zählen auch der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen, der Nationalpark Kalkalpen, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, der Naturpark Niederösterreichische Eisenwurzen, der Naturpark Ötscher Tormäuer sowie 20 Gemeinden zu dem neuen Lichtschutzgebiet, das sich gleich über drei Bundesländer erstreckt. Die „Naturnachtgebiet Eisenwurzen“, so der Name des neuen Lichtschutzgebiets, besteht aus einer Kernzone mit nahezu vollständiger natürlicher Dunkelheit und einer Pufferzone, in der sämtliche künstliche Beleuchtung so reduziert wurde, dass sie den strengen Richtlinien entspricht. Eine Umstellung der öffentlichen Beleuchtung war auch in Gstatterboden nötig, wo nun Blaulichtfilterfolien verwendet werden, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren und für ein wärmeres, gelbliches Licht zu sorgen. Damit die Nächte nicht nur dunkel sind, sondern es auch bleiben, werden an neun unterschiedlichen Messstationen laufend neue Daten über den Grad der Lichtverschmutzung erhoben.
Sanfter Tourismus soll bleiben
Obwohl das neue Schutzgebiet schon vor der offiziellen Zertifizierung für Aufmerksamkeit sorgt, sei man bestrebt, an einem „sehr sanften Tourismus festzuhalten“, erklärt Julia Kaufmann, Projektmanagerin des Naturnachtgebiets Eisenwurzen. Passend zu dieser Ausrichtung werde man auch ein dementsprechendes Angebot zur Sternenbeobachtung entwickeln, so Kaufmann weiter. Schon jetzt steht dazu die mobile Sternenwarte „Gisela“ zur Verfügung. Das Hightech-Gerät ist mit zwei Teleskopen und einem gro- ßen Bildschirm ausgestattet, wodurch mehrere Personen gleichzeitig den Nachthimmel beobachten können. Hinzukommen soll die Ausweisung von eigenen Sternenschauplätzen, die sowohl zur Sternenfotografie als auch für geführte Touren genutzt werden können.