Lebensmittel richtig lagern – so geht‘s!
28.03.2025 Junges EnnstalJedes Produkt hat unterschiedliche Anforderungen an den idealen Lagerort. Der richtige Umgang mit den Nahrungsmitteln verlängert deren Haltbarkeit.
Es gibt drei Gruppen von Lebensmitteln: Jene, die bei Zimmertemperatur gelagert werden können, Produkte, die in ...
Jedes Produkt hat unterschiedliche Anforderungen an den idealen Lagerort. Der richtige Umgang mit den Nahrungsmitteln verlängert deren Haltbarkeit.
Es gibt drei Gruppen von Lebensmitteln: Jene, die bei Zimmertemperatur gelagert werden können, Produkte, die in einem trockenen, sauberen und lichtgeschützten Raum oder Schrank untergebracht werden sollten und Lebensmittel, die in den Kühlschrank müssen.
Diese Nahrungsmittel mögen es trocken
Trocken, aber nicht kühl gelagert gehören beispielsweise Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Kaffee, Tee, Olivenöl, Essig, Gewürze und Schokolade. Brot und Gebäck werden am besten in einem Papieroder Leinensack, in der Brotdose oder in einem sauberen Baumwolltuch aufbewahrt. Je höher der Roggen- und Vollkornanteil ist, desto länger ist das Brot haltbar.
Nicht alles muss in den Kühlschrank
Zwiebel, Lauch, Kartoffeln, Rüben, Kraut, Wurzel- und Knollengemüse, stark wasserhaltiges Obst und Gemüse wie z. B. Wassermelone, Gurken, Paprika, Tomaten, Zucchini und Melanzani sowie exotische Früchte wie Ananas, Mangos und Bananen sollten am besten in der Vorratskammer, im Keller oder einem anderen kühlen, abgedunkelten Raum gelagert werden. Wurzelgemüse lagert am liebsten in gelochten Folienbeuteln, Knoblauch und Zwiebeln hingegen brauchen Luft.
Ab in den Kühlschrank
Für empfindliche Lebensmittel ist der Kühlschrank der ideale Aufbewahrungsort. Aber aufgepasst: Man sollte die Produkte nach dem Einkauf nicht einfach dort einräumen, wo gerade Platz ist, denn die Kälte nimmt im Kühlschrank nach unten hin zu, da sich die Lebensmittel bei unterschiedlicher Temperatur wohlfühlen. Über der Glasplatte des Gemüsefaches ist es mit zwei Grad am kältesten. Dort gehören leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch hin. In der Mitte liegt die Temperatur bei ca. vier bis fünf Grad – das heißt optimale Lagerbedingungen für Milchprodukte. Käse kommt in den obersten Bereich des Kühlschrankes. Auch gekochte Lebensmittelreste, die abkühlt und abgedeckt sind, fühlen sich im obersten Fach wohl. In der Tür können Eier, Butter, Dressings und Getränke aufbewahrt werden. Obst und Gemüse finden Platz im etwa zehn Grad warmen Gemüsefach ganz unten.
Wichtige Tipps und Infos
Ein kleiner Tipp: Frische Lebensmittel sollte man hinten platzieren und ältere Produkte sollten nach vorne geholt werden. Das sorgt automatisch dafür, dass diese Produkte zuerst verbraucht werden.
Äpfel, Birnen, Zwetschken, Pfirsiche, Tomaten und Avocados sollten übrigens auch immer gesondert aufbewahrt werden. Sie reifen nach der Ernte noch nach und scheiden dabei Ethylen aus. Andere Obst- und Gemüsesorten reagieren empfindlich auf dieses Reifegas und verderben dadurch schneller. Beeren, Zitrusfrüchte und Kirschen sowie Melanzani, Paprika und Gurken haben zum Zeitpunkt der Ernte ihre Vollreife, oder auch Genussreife, erreicht und reifen nicht mehr nach.
Simone Prüggler