Über 15 Millionen Euro flossen seit 1995 in die Leader-Region Ennstal-Ausseerland. Damit wurden mehr als 300 Projekte umgesetzt. Die Organisation blickte vergangenen Montag auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück.
Die Leader-Organisation Ennstal-Ausseerland lud ...
Über 15 Millionen Euro flossen seit 1995 in die Leader-Region Ennstal-Ausseerland. Damit wurden mehr als 300 Projekte umgesetzt. Die Organisation blickte vergangenen Montag auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück.
Die Leader-Organisation Ennstal-Ausseerland lud vergangenen Montag nach Schloss Pichlarn anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums. Zahlreiche Bürgermeister und Projektträger blickten auf eine Unzahl von umgesetzten Maßnahmen. Geschäftsführerin Barbara Schiefer rückte die Akteure in den Mittelpunkt und begrüßte die rund 200 Gäste mit: „Ohne euch wäre das ganze Leader nichts.“ Am 1. Jänner 1995 trat Österreich der Europäischen Union bei, was den Zugang zu EU-Geldern zur Stärkung der ländlichen Regionen ermöglichte. Der damalige Kleinsölker Bürgermeister Ernst Daum erkannte die Chance und gilt als Pionier des Programms. Die Sölktalgemeinden und die Ausseerlandgemeinden zählten zu den ersten, die sich zu einer Leader-Region zusammenschlossen. Heute zählen zur Region Ennstal-Ausseerland 17 Gemeinden, in denen rund 45.000 Menschen leben.
In den letzten 30 Jahren setzte man über 300 Projekte um und es flossen mehr als 15 Millionen Euro ins Ennstal bzw. Ausseerland. „Die Wertschöpfung hat sich verdoppelt bis verdreifacht“, betonte Obmann Herbert Gugganig. Er zeigte sich beeindruckt vom Innovationsgeist der Menschen. Einen Seitenhieb hinsichtlich Abwicklungsprozess und Bürokratie konnte er sich nicht verkneifen: „Es bedarf einer genauen Kontrolle. Aber es bedarf auch Geduld, bis die Genehmigungen und das Geld da sind.“ Ein Film zeigte die Geschichte der Leader-Region Ennstal-Ausseerland und brachte einen Querschnitt der umgesetzten Projekte. Darunter die Seniorenalmhütte, das Ennstal Lamm, Neophytenmanagement, Herbst mit den Bäuerinnen, das SingSpiel Musicalprojekt und viele mehr. Schon als Kind wirkte Boti Stelczer mehrmals beim SingSpiel als Darsteller mit. Im Interview sagte der heute 17-Jährige: „Ich habe dort die beste Zeit meines Lebens gehabt. Durch das Projekt bin ich draufgekommen, dass ich Musiker werden möchte.“ Die beiden Geschäftsführerinnen Barbara Schiefer und Brigitte Schierhuber ernteten zum Abschluss des offiziellen Teiles stehende Ovationen für ihr Engagement von den Anwesenden.