Behörde testet Alternative zu Gemeinderatswahlen. Ausgebildete Glücksengerl sollen saubere Abwicklung gewährleisten.
Bei der vergangenen Gemeinderatswahl war in Öblarn und Schladming Nervenkitzel bis zum Schluss angesagt. Letztendlich entschied jeweils ...
Behörde testet Alternative zu Gemeinderatswahlen. Ausgebildete Glücksengerl sollen saubere Abwicklung gewährleisten.
Bei der vergangenen Gemeinderatswahl war in Öblarn und Schladming Nervenkitzel bis zum Schluss angesagt. Letztendlich entschied jeweils das Los, welcher Kandidat zum Bürgermeister gekürt wird. Das Modell könnte nun Schule machen, denn die steirische Landesregierung prescht mit einem unkonventionellen Vorschlag vor. Aus Kostengründen wolle man künftig verstärkt auf Losentscheidungen setzen, als Wahlen auszutragen. Das Prozedere habe sich nicht schlecht bewährt. „Man muss sich einmal vor Augen führen, was so eine Wahl kostet“, heißt es in einem offiziellen Statement. Die Bezirkshauptmannschaften sind angehalten, gangbare Lösungen zu prüfen. Nachdem die Glücksfee schon zwei Bürgermeister im Bezirk Liezen auserkoren hat, wurde die Region gleich als Pilotregion nominiert. Die derzeitigen Vorgaben sehen vor, dass die Mehrheitsverhältnisse auf Umfragebasis geschätzt werden. Es gibt dann keine Wahlen mehr, sondern das Los entscheidet zwischen den zwei Parteien bzw. Kandidaten, die den höchsten Zuspruch in den Umfragen haben. Um eine fachkundige Abwicklung zu gewährleisten, soll es in Zukunft eine eigene Ausbildung zum Glücksengerl geben. Jede Gemeinde muss ein Glücksengerl sowie einen Stellvertreter auf das vierstündige Seminar schicken. Obwohl so manche Großparteien um ihre Vorherrschaft bangen, könnte dadurch Kommunalpolitik wieder spannend für alle Bürger werden. Sollte das Modell Schule machen, könnte es bei den nächsten Gemeinderatswahlen steiermarkweit ausgerollt werden.