Auf 960 Metern Seehöhe zeigt Michael Windberger mit seinem „Garten am Berg“, dass Innovationsgeist keine Limits kennt. Der Schladminger Gemüsebauer zählt zu den Kandidaten des Agrarinnovationspreises Vifzack 2026.
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Auf 960 Metern Seehöhe zeigt Michael Windberger mit seinem „Garten am Berg“, dass Innovationsgeist keine Limits kennt. Der Schladminger Gemüsebauer zählt zu den Kandidaten des Agrarinnovationspreises Vifzack 2026.
Der Agrarinnovationspreis Vifzack ermutigt steirische Bauern, mit guten Ideen neue Wege zu gehen und ihre Betriebe zukunftsfit zu machen. Unterstützt von der Landwirtschaftskammer und der Steiermärkischen Sparkasse, rückt der Agrarinnovationspreis wegweisende Projekte vor den Vorhang. Insgesamt 17 innovative Einreichungen wurden heuer von einer Fachjury bewertet und zusätzlich einem Publikumsvoting unterzogen. Mit dabei ist auch Michael Windberger. Er beackert in Schladming erfolgreich den „Garten am Berg“. „Gemüseanbau da oben? Vergiss es!“ Genau das hat Michael Windberger nicht nur einmal gehört. Heute wächst auf 960 Metern Seehöhe Bio-Feldgemüse mit Blick auf die Reiteralm – Salate, Kräuter, Wurzelgemüse – insgesamt 30 bis 40 Kulturen und 120 Sorten. Der 43-jährige Quereinsteiger – bis 2020 Videograf mit grünem Daumen, heute Facharbeiter im Feldgemüsebau – startete mit vielen Praktika. Bei Permakultur-Pionier Sepp Holzer lernt er, „dass es keine unproduktive Fläche gibt, man nur das Richtige damit machen muss“. Windbergers Pachtgrundstück liegt zwar ungewöhnlich hoch, ist aber eben und „hat bis 80 Zentimeter Tiefe keine Felsen – das findet man im ganzen Ennstal kaum“, wie er sagt. Inzwischen bewirtschaftet er dort 3000 Quadratmeter Gemüse- und 4000 Quadratmeter Biodiversitätsfläche.
Die Höhenlage sieht er als Vorteil: Kühle Nächte lassen die Pflanzen langsamer wachsen, sie entwickeln intensivere Aromen, erklärt Windberger. Darum setzt er auch Folientunnel nur sparsam ein. Vermarktet wird über Gastronomie, an fixen Tagen an bestimmen Hofläden der Region. Pläne hat Windberger noch viele: Ab heuer soll ein Beerengarten zum Selberpflücken neue Kunden auf sein Feld locken, auch sollen 50 bis 100 Freilandhennen für eine Angebots-Erweiterung sorgen. Zudem setzt er zusehends auf Bildungsangebote für Schulen. Wer die begehrten Auszeichnungen mit nach Hause nimmt, wird bei der feierlichen Sieger-Gala am 11. März in Graz bekanntgegeben.