Der Ennstaler Filmemacher Bernhard Wohlfahrter stellt zwei neue Filmprojekte im Kino Gröbming vor. Dabei begleitet er zum einen eine junge Politikerin im Bürgermeister- Wahlkampf, zum anderen zeigt er unkonventionelle Bauernhofübernahmen. Im Anschluss gibt es Einblicke in ...
Der Ennstaler Filmemacher Bernhard Wohlfahrter stellt zwei neue Filmprojekte im Kino Gröbming vor. Dabei begleitet er zum einen eine junge Politikerin im Bürgermeister- Wahlkampf, zum anderen zeigt er unkonventionelle Bauernhofübernahmen. Im Anschluss gibt es Einblicke in sein neues Projekt.
Mit „Becoming Bürger meister*in“ widmet sich Wohlfahrter dem politischen Diskurs auf kommunaler Ebene. Der Film begleitet die 23-jährige Emily Rumpf bei ihrem Wahlkampf in der oberbayerischen Gemeinde Jetzendorf, wo sie für Bündnis 90/Die Grünen als Bürgermeisterin kandidiert. Dabei entsteht weniger ein persönliches Porträt als vielmehr eine präzise Beobachtung politischer Mechanismen in einer kleinen Kommune. Im Zentrum steht die Frage, was letztlich über politischen Erfolg entscheidet – Inhalte, Persönlichkeit oder Parteizugehörigkeit. Der zweite Dokumentarfilm, „Hof in neuen Händen“, richtet den Blick auf unkonventionelle Bauernhofübernahmen jenseits der klassischen Erbfolge. Wohlfahrter begleitet junge Menschen, die ohne familiären Hintergrund in der Landwirtschaft Höfe übernehmen und mit viel Engagement weiterführen. In Etmissl in der Steiermark übernimmt Christoph Feierabend den Gruberhof von Karl-Heinz und Isolde Schwarz und baut gemeinsam mit seiner Frau Maddie ein neues Zuhause. Im fränkischen Kainsbach belebt eine Gemeinschaft rund um Helen Sonnentag, Lutz Obenauer und Wolfi Fischer mit Unterstützung der Kulturland-Genossenschaft den lange leerstehenden Wongerhof neu – mit ökologischer Bewirtschaftung und gemeinschaftlichem Lebenskonzept. Im oberösterreichischen Innviertel führt der gelernte Zimmerer Christoph Fischer einen Hof weiter, modernisiert Stallungen und widmet sich der seltenen Rinderrasse der Pustertaler Sprinzen. Und im niederbayerischen Aham übernimmt Lukas Kaiser nach dem plötzlichen Tod seines Stiefvaters früh Verantwortung für den heimischen Betrieb und arbeitet trotz schwieriger Bedingungen konsequent an dessen Weiterentwicklung.
Beide Filme zeichnen sich durch Wohlfahrters Blick für gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Entscheidungen aus. Im Anschluss an die Filmvorführungen spricht der Regisseur über die Vorbereitung seines ersten Langspielfilms, der im April 2026 in Gröbming mit einem renommierten Ensemble rund um Johannes Silberschneider, Josephine Bloeb, Stefan Murr, Antonia Bill u. a. realisiert wird. Er gewährt exklusive Einblicke in Konzept, Ablauf und Dimension des Projekts und informiert darüber, wie Interessierte Teil der Produktion werden können.
Die Dokumentarfilme werden am kommenden Freitag, dem 27.
Februar, vorgeführt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Reservierung sind unter kino@dirninger.com oder 0664/6379005 (telefonisch und per WhatsApp) möglich. Der Eintritt erfolgt auf Basis freiwilliger Spenden zugunsten des neuen Filmprojekts.