City Nature Challenge: Weltweiter Spitzenplatz für die Steiermark und Erstnachweis in der Obersteiermark gelungen.
Möglichst viele Tiere, Pflanzen und Pilze in vier Tagen zu dokumentieren, ist das Ziel der im Jahr 2016 ins Leben gerufenen City Nature Challenge. ...
City Nature Challenge: Weltweiter Spitzenplatz für die Steiermark und Erstnachweis in der Obersteiermark gelungen.
Möglichst viele Tiere, Pflanzen und Pilze in vier Tagen zu dokumentieren, ist das Ziel der im Jahr 2016 ins Leben gerufenen City Nature Challenge. Dabei gehen Menschen aus aller Welt auf Erkundungstour, so auch in der Steiermark. Aufgrund der großen Zahl der Teilnehmenden in allen Bezirken des Bundeslandes erreichte die Steiermark weltweit Platz 1 mit 4600 dokumentierten Arten. Besonders erfreulich ist auch ein wissenschaftlich bedeutender Fund im Gesäuse: Nationalpark-Mitarbeiterin Barbara Bock gelang mit „Micropterix tunbergella“ der erste Nachweis dieser Art für die Obersteiermark. Die nur wenige Millimeter große Urmotte zählt zu den ursprünglichsten heute noch lebenden Schmetterlingsarten Europas und besitzt noch beißende Mundwerkzeuge anstelle eines Saugrüssels. Diese und ebenso alle anderen Beobachtungen wurden eingereicht, sodass sie mithilfe künstlicher Intelligenz und durch die Unterstützung erfahrener Naturbeobachter für wissenschaftliche Datenbanken verfügbar gemacht werden können.
Nächtliche Erkundungen
Das Bestimmen von Arten war im Nationalpark Gesäuse jedoch nicht nur am Tag, sondern einmal auch nachts möglich. An beleuchteten Lichtzelten konnten zahlreiche nachtaktive Insekten beobachtet und für die City Nature Challenge erfasst werden. Zudem konnten die Teilnehmenden mit eigens dafür entwickelten Geräten den Stimmen von Fledermäusen lauschen. Die außergewöhnlich klare Nacht bot darüber hinaus auch ideale Bedingungen für astronomische Beobachtungen: Sterne, der Mond sowie Jupiter mitsamt seinen Monden konnten durch Spektive betrachtet werden.