Recherchen über ein verschwundenes Mädchen riefen ein abscheuliches Verbrechen in Erinnerung. Kommendes Wochenende findet eine Gedenkwanderung zur Fundstelle der sterblichen Überreste statt.
Vor 110 Jahren wurde in Öblarn ein fünfjähriges ...
Recherchen über ein verschwundenes Mädchen riefen ein abscheuliches Verbrechen in Erinnerung. Kommendes Wochenende findet eine Gedenkwanderung zur Fundstelle der sterblichen Überreste statt.
Vor 110 Jahren wurde in Öblarn ein fünfjähriges Mädchen verschleppt und ermordet. Ein Jahr später fand man ihre sterblichen Überreste im Wald. Der Freizeit-Historiker Herwig Bachler schnappte vor wenigen Jahren Hinweise dazu auf und hat mit Nachforschungen begonnen. Was als „Schauergeschichte“ klang, entpuppte sich bald als traurige Gewissheit. Bachler rollte die Geschichte neu auf, arbeitete Register, Chroniken, Archive und Akten durch und rekonstruierte den Vorfall soweit es die Unterlagen ließen. Verblasste Erinnerungen fanden wieder in die Gegenwart. Im Vorjahr veröffentlichte er seine Recherchen als Buch. Am kommenden Wochenende lädt der Autor gemeinsam mit dem Alpenverein und der Pfarre Öblarn zu einer Gedenkwanderung ein. Treffpunkt ist am Samstag, dem 13. Juni um 8 Uhr am Öblarner Hauptplatz. Alternativ kann auch um 10.15 Uhr beim Rüpeter am Schattenberg gestartet werden. Die Fundstelle der Leichenreste befindet sich in der Nähe von Neubrand. Nach einer Gedenkfeier kehren die Teilnehmer bei der Schupfenalm ein. Anfang August ist die Einweihung eines Denkmals zu Ehren der ermordeten Maria Köck am Öblarner Friedhof anberaumt.