Schulassistent/innen begleiten Kinder in verschiedenen Altersgruppen durch den Schulalltag. Die Gründe dafür sind verschieden.
Die Schulassistenz, gemäß dem Chancengleichheitsgesetz, begleitet und unterstützt ...
Schulassistent/innen begleiten Kinder in verschiedenen Altersgruppen durch den Schulalltag. Die Gründe dafür sind verschieden.
Die Schulassistenz, gemäß dem Chancengleichheitsgesetz, begleitet und unterstützt Schüler mit diversen Beeinträchtigungen. Hauptaufgaben sind dabei die Bewältigung des Schul- und Kindergartenalltags. Kinder und junge Erwachsene erhalten diese Unterstützung bis zum vollendeten 21. Lebensjahr.
Ein exemplarischer Tagesablauf in einer Volksschule in Graz
Der Tag beginnt um 7.30 Uhr vor der Schule. Als Schulassistentin ist man oftmals dafür verantwortlich, das Kind beim Bus abzuholen, in die Schule zu gehen, Jacke und Schuhe gemeinsam auszuziehen, um dann ins Klassenzimmer zu gehen. Dort angekommen, wird die Hausübung abgegeben und wenn der Unterricht startet, wird das Kind beim Vorbereiten der benötigten Bücher, Hefte und Stifte unterstützt. Im Unterreicht mitmachen ist oftmals eine Herausforderung. Nicht immer sind Kinder mit Beeinträchtigung im Stoff gleich fortgeschritten wie die Klassenkameraden und so werden meistens von einer Inklusionslehrerin auf den Wissensstand angepasste Aufgaben zugeteilt. Diese werden dann im Laufe des Vormittags erledigt. Viele Kinder leiden unter Konzentrationsschwächen und je nachdem wie ausgeprägt diese auftreten, wird entweder im Klassenraum gelernt oder oftmals auch außerhalb. In vielen Schulen gibt es dafür entweder eigene Räume oder die Klassen sind in Cluster aufgeteilt. Das kann man sich so vorstellen, dass es einen großen Raum gibt und von jenem führen auf jeder Seite zwei Klassenräume weg. Und dieser Raum vor den Klassen ist mit Tischen, Bücherregalen, Sitzecken oder Sitzsäcken ausgestattet. Dieser Raum wird gerne dafür genutzt, um dort in ruhigerer Umgebung zu lernen. Gemeinsames Lernen ist häufig mit vielen Unterbrechungen zum Spielen oder Zeichnen verbunden. Kinder sind auch gerne schnell abgelenkt oder verweigern das Mitarbeiten. Jeder Tag ist anders und bringt neue Herausforderungen mit sich. Wichtig ist dabei immer bedürfnisorientiert zu handeln und eine Menge Geduld mitzubringen. Meistens entwickeln sich mit der Zeit Strategien, wie man mit dem Kind, welches man begleitet, am besten arbeiten kann. Es ist immer mit Kompromissen verbunden und es gibt auch Tage, an denen die Aufgaben nicht zur Gänze erledigt werden können. Dafür gibt es dann auf der anderen Seite wieder Tage, an denen alles reibungslos funktioniert. Nach dem Schultag gibt es Mittagessen in der Aula und danach werden die Hausübungen in der Nachmittagsbetreuung erledigt. Danach kann gespielt werden. In der Nachmittagsbetreuung ist den Kindern weitgehend frei überlassen, wie sie sich beschäftigen möchten. In den GTS-Räumen kann gebastelt, mit Lego gespielt, gezeichnet und vieles mehr gemacht werden. Außerdem gibt es Aktivitäten wie Kekse backen in der Weihnachtszeit oder das gemeinsame Spielen im Turnsaal. Ist schönes Wetter, steht auch ein großer Garten zur Verfügung. Langweilig wird es auf jeden Fall nie. Nach Ende der Nachmittagsbetreuung wird sich dann wieder angezogen, die Schultasche geholt und dann werden sie wieder zum Bus gebracht, um nach Hause zu fahren.
Die Arbeit als Schulassistenz ist mit vielen pädagogischen Aspekten und Herausforderungen verbunden. Alle Kinder und Jugendlichen sind individuelle Persönlichkeiten, mit individuellen Bedürfnissen. Jeder Tag ist einzigartig.
Christina Gösweiner