27-jähriger Dachdeckermeister aus Niederösterreich gründet Unternehmen in Gröbming. Sein Konzept: Reparaturen und Sanierungen sowie Dacheindeckungen mit Bauherrenhilfe.
Die Liebe zu den Bergen hat Valentin Haas und seine Familie ins Ennstal gezogen. ...
27-jähriger Dachdeckermeister aus Niederösterreich gründet Unternehmen in Gröbming. Sein Konzept: Reparaturen und Sanierungen sowie Dacheindeckungen mit Bauherrenhilfe.
Die Liebe zu den Bergen hat Valentin Haas und seine Familie ins Ennstal gezogen. Auch einen familiären Bezug hat der 27-Jährige in die Region, schließlich stammen sein Vater und sein Großvater mütterlicherseits aus Gröbming. Für den gelernten Zimmerer und Dachdeckermeister stand mit dem Beschluss der geographischen Veränderung fest: „Wenn ich hier Fuß fasse, dann nur in Form einer Selbstständigkeit.“
Geboren und aufgewachsen ist Valentin Haas im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Dort absolvierte er die landwirtschaftliche Fachschule. Als in seinem Elternhaus Umbauarbeiten anstanden, half der damals 17-Jährige mit und fand Gefallen am Handwerk. „Eine Woche später habe ich bei dieser Zimmerei meinen Lehrvertrag unterschrieben“, erzählt Haas.
Er ging gerne seiner Arbeit nach und hatte offenbar Talent. Der junge Zimmerer gewann den Landeslehrlingswettbewerb und nahm später am Bundeslehrlingswettbewerb teil. Nach der Gesellenprüfung stieg er im Unternehmen weiter auf und wechselte ins Büro, übernahm Planungstätigkeiten und die Leitung von Projekten.
Auch seine Frau fühlte sich wohl in den Bergen und der Region und so reifte in der jungen Familie der Entschluss, den Lebensmittelpunkt in die Obersteiermark zu verlegen. „Es ist uns aber immer etwas dazwischengekommen – unsere beruflichen Verpflichtungen, unser privater Hausbau, zwei Kinder“, sagt der junge Familienvater. Valentin Haas absolvierte zusätzlich die Lehrabschlussprüfung für Dachdeckerei, legte im vergangenen Jahr die Meisterprüfung dafür ab und wurde gewerblicher Geschäftsführer. Schlussendlich fiel im Sommer des vergangenen Jahres die Entscheidung: der Umzug ins Ennstal.
Nach erfolgreicher Wohnungssuche galt es noch eine Werkstätte bzw. ein Lager zu finden. „Damit war auch das letzte Puzzlestück gefunden. Nun starte ich als Ein-Mann-Betrieb“, sagt der Jungunternehmer. Und das soll mittelfristig auch so bleiben. Er konzentriert sich auf Reparaturen und Sanierungen im kleinen Stil, denn dort ortet Haas ein Geschäftsfeld. Aus eigener Erfahrung weiß er: „Sobald Unternehmen eine gewisse Größe erreichen, können sie sich weniger um kleinere Baustellen kümmern. Der organisatorische Aufwand passt mit dem Auftragsvolumen nicht zusammen. Doch genau hier ist manchmal Geschwindigkeit gefragt, um einen größeren Schaden abzuwenden.“ Die zweite Schiene, die Haas forcieren möchte, ist klassische Dachdeckerarbeit mit Bauherrenhilfe. Er selbst kümmert sich um die fachmännische Arbeit, die Hilfskräfte stellen die Auftraggeber. „So können sich die Leute Geld sparen und ich brauche keine Mitarbeiter anzustellen“, streicht Haas die Vorteile heraus. Erste Aufträge hat Haas bereits abgewickelt. Sein Ziel ist es, nur jene Aufträge anzunehmen, die er zeitnah abarbeiten kann.