Das fordert Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner. Er will die finanzielle Unterstützung des Landes Steiermark erwirken, damit ein erneutes Verkehrsgutachten von der BH Liezen in Auftrag gegeben werden kann.
Zu gering sei der Schwerverkehr, der ...
Das fordert Grünen-Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner. Er will die finanzielle Unterstützung des Landes Steiermark erwirken, damit ein erneutes Verkehrsgutachten von der BH Liezen in Auftrag gegeben werden kann.
Zu gering sei der Schwerverkehr, der über die Buchau rollt. Zu diesem Schluss kam das im Jahr 2019 von der Landesregierung Steiermark in Auftrag gegebene Gutachten, wodurch kein LKW-Fahrverbot über den Buchauer Sattel erlassen wurde. Über sechs Jahre sind seither vergangen, doch das Thema beschäftigt die betroffene Region weiterhin. „Es gab immer wieder Anregungen, die wir jährlich geprüft haben. Dabei hat sich herausgestellt, dass der LKW-Verkehr im Vergleich zu 2019 eher rückläufig ist“, sagt Bezirkshauptmann Nico Groger. Für den Grünen-Landtagsabgeordneten Lambert Schönleitner sei der Bezirk Liezen aufgrund seiner geografischen Lage jedoch besonders stark vom Mautausweichverkehr betroffen. Mit einem Antrag, den er in den Landtag eingebracht hat, erhofft sich Schönleitner nun die finanziellen Mittel, um eine erneute Prüfung zu veranlassen. „Die Buchauer Straße ist das letzte gro- ße Mautschlupfloch im Bezirk. Die Gemeinden Altenmarkt, St. Gallen und Admont sind dadurch massiv belastet“, so Schönleitner. Speziell „im Winter bleiben permanent Schwerfahrzeuge am Buchauer Sattel hängen, in Altenmarkt und St. Gallen bestehen massive Gefährdungssituationen direkt in den Ortszentren“, betont der Grünen-Abgeordnete.
Gaberl als Vorbild
Auf die Engstellen in den Ortszentren von St. Gallen und Altenmarkt bezieht sich auch St. Gallens Bürgermeister und ÖVP-Politiker Armin Forstner. Er sieht die Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs durch den Transit beeinträchtigt, weshalb er die Bezirkshauptmannschaft zur erneuten Prüfung aufgefordert habe, so Forstner. Sowohl Schönleitner als auch Forstner ziehen das LKW-Fahrverbot über das Gaberl als Vorbild für eine dementsprechende Verordnung über die Buchau heran. Ein Fahrverbot durch das Ortsgebiet von Weißkirchen habe gezeigt, dass ein punktuelles Fahrverbot den Transitverkehr über den gesamten Pass verhindern könne. Die Engstellen statt der Verkehrsdichte heranzuziehen, sei „ein neuer Aspekt, der zu prüfen ist“, sagt Bezirkshauptmann Nico Groger. Ob dies auch ein mögliches Modell für die Buchau sei, würde erst ein dementsprechendes Gutachten zeigen.
Keine Ausweichroute durch Nationalpark
Während die Forderung für ein LKW-Fahrverbot über die Buchau wieder laut wird, trägt man im Nationalpark Gesäuse Sorge, zur Ausweichroute zu werden. Sollte dem Schwerverkehr auf der B 117 tatsächlich der Riegel vorgeschoben werden, müsse dies ebenso auf der Strecke durch den Nationalpark passieren, fordert Nationalpark-Direktor Herbert Wölger, denn „es kann nicht sein, dass dann das Gesäuse zum Mautschlupfloch wird.“ Auch Bezirkshauptmann Nico Groger sagt: „Eine Problemverlagerung ist sicherlich nicht Sinn der Sache.“ Zwar sei die Frage eines LKW-Fahrverbots durch das Gesäuse noch nicht in derselben Deutlichkeit wie über die Buchau aufgeworfen worden, doch könne sich ein allfälliges Gutachten sehr wohl auch damit beschäftigen, wie man Ausweichrouten verhindern könne, so Groger.
Ziel- und Quellverkehr ausgenommen
Für Schönleitner sei klar, dass „niemand den regionalen Verkehr behindern will. Es geht darum, den Transitverkehr aus den Gemeinden herauszuhalten, diese spürbar zu entlasten und die Menschen und Tourismuswirtschaft vor Ort zu schützen“, so der Grünen Mobilitätssprecher. Ein persönliches Treffen von Lambert Schönleitner, Nico Groger und Martin Reiter-Puntinger, dem Leiter der Baubezirksleitung Liezen, ist für Ende Jänner avisiert worden.