Nach einigen Wochen Krieg im Iran macht sich weltweit Ernüchterung breit. Ein schnelles Ende der Auseinandersetzung ist nicht in Sicht, dafür führt die Sperre der Straße von Hormus samt Angriffen auf Öl- und Gasanlagen zu massiven Versorgungsengpässen bei Energie und ...
Nach einigen Wochen Krieg im Iran macht sich weltweit Ernüchterung breit. Ein schnelles Ende der Auseinandersetzung ist nicht in Sicht, dafür führt die Sperre der Straße von Hormus samt Angriffen auf Öl- und Gasanlagen zu massiven Versorgungsengpässen bei Energie und zu starken Störungen der internationalen Lieferketten. Die jetzt schon stark gestiegenen Energiepreise sind wohl nur ein Vorbote auf die weiteren Ereignisse. Wir müssen uns jedenfalls auf eine länger andauernde Unterversorgung mit fossilen Brennstoffen einstellen.
Daher wird uns nichts anderes übrigbleiben, als alles Mögliche zu unternehmen, um Energie zu sparen. Was der Preis schon jetzt nahelegt, wird in weiterer Folge existenziell sein. Es gibt viele Bereiche von der Energieversorgung bis zur Industrie, wo Öl und Gas weder kurz- noch mittelfristig zu ersetzen sind. Daher gilt es, bei der Mobilität oder der Raumheizung anzusetzen, wo ein Ersatz leichter möglich ist, sei es durch den Einsatz alternativer Brennstoffe oder durch die Nutzung von Rad, Bus oder Bahn. Jeder eingesparte Liter ist ein Fortschritt.
Jedenfalls werden wir es uns keinesfalls leisten können, wie in Coronazeiten durch übertriebene Staatsausgaben noch zusätzlich die Teuerung anzuheizen. Die jetzige Energiekrise werden wir mit Sparsamkeit durchtauchen müssen, ohne große neue Zuwendungen des Staates, der sich ohnehin von den letzten Geschenken an die Bevölkerung noch nicht erholt hat. Die Krise ist eben schmerzhaft, aber sie wird auch wieder vorübergehen.
Franz Wallig