Heuer wird pausiert, im nächsten Jahr findet das internationale Blasmusik-Fest in Schladming seine Fortsetzung mit einem neuen Veranstalter.
Nachdem der Tourismusverband im Vorjahr aufgrund der ausufernden Kosten die Reißleine zog, war die ...
Heuer wird pausiert, im nächsten Jahr findet das internationale Blasmusik-Fest in Schladming seine Fortsetzung mit einem neuen Veranstalter.
Nachdem der Tourismusverband im Vorjahr aufgrund der ausufernden Kosten die Reißleine zog, war die Zukunft der Mid Europe ungewiss. Es gab Grundsatzdiskussionen, ob der finanzielle Aufwand den Nutzen aufwiege. Der künstlerische Leiter und Rechteinhaber Johann Mösenbichler hegte Überlegungen, die Veranstaltung in eine andere Region abzuziehen.
Die Mid Europe gibt es seit 1998 und zählt zu den bedeutendsten internationalen Blasmusikveranstaltungen. Jedes Jahr im Juli pilgern rund 1500 Musiker aus über 15 Nationen nach Schladming. Geboten wird Musik an verschiedenen Bühnen, Marsch-Shows und ein umfassendes Rahmenprogramm. Schon bei der Durchführung im Vorjahr stand fest, dass es 2026 keine Mid Europe geben wird. Ob es eine Pause oder ein endgültiges Aus sein würde, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Der Tourismusverband, die Stadtgemeinde und das Organisationskomitee feilten an einem neuen Konzept und einem sparsameren Budget. Als Veranstalter kam der Schladminger Congress ins Spiel, der Tourismusverband soll 80.000 Euro zuschießen, die Stadtgemeinde Schladming einen Förderbeitrag in der Höhe von 40.000 Euro übernehmen. Gelder vom Land Steiermark gibt es in Zukunft nicht mehr, zuletzt lag die Unterstützung aus Graz bei 45.000 Euro. Damit die Planungen für 2027 ihren Lauf nehmen können, fehlte bis letzter Woche der Beschluss des Gemeinderates.
Gegen eine finanzielle Beteiligung sprach sich geschlossen die FPÖ Schladming aus. Die Freiheitlichen schenken dem Budget keinen Glauben und sehen zu wenig Nutzen, die Veranstaltung am Leben zu halten. Die Mandatare der Liste Schladming und der ÖVP sowie SPÖ strichen den Stellenwert der Mid Europe hervor. Letztendlich beschloss der Gemeinderat, ohne der Stimmen der Freiheitlichen, die Mid Europe für die kommenden drei Jahre zu unterstützen.