Die „Good News“ zum Jahresende
28.11.2025 Junges Ennstal2025 neigt sich langsam dem Ende zu. Ein Jahr, geprägt von einer turbulenten Weltlage und negativen Schlagzeilen. Ein kleiner Überblick über Nachrichten, die trotzdem Hoffnung geben.
Lebensretter-T-Shirt
Christoph Brummayer und ...
2025 neigt sich langsam dem Ende zu. Ein Jahr, geprägt von einer turbulenten Weltlage und negativen Schlagzeilen. Ein kleiner Überblick über Nachrichten, die trotzdem Hoffnung geben.
Lebensretter-T-Shirt
Christoph Brummayer und Co-Erfinderin Melissa Leibetseder aus Oberösterreich entwickeln ein T-Shirt, welches Kinder vor dem Ertrinken retten soll. Auslöser für die Idee war ein tragischer Unfall im eigenen Dorf: Ein kleines Mädchen ertrinkt in einem Teich. Der damals 26-jährige Student für Innovations- und Produktdesign beschloss, ein Rettungsgerät für Kleinkinder zu entwickeln, um das Spielen am Wasser sicherer zu machen. Gemeinsam mit seiner Co-Erfinderin entwickeln die Beiden ein T-Shirt mit aufblasbaren Luftkammern, welches eine Alternative zur Rettungsweste für zwei- bis sechsjährige Kinder darstellen soll. Fällt das Kind ins Wasser, öffnet ein elektronischer Auslöser im Brustbereich eine CO2-Patrone. Die bläst die Luftkammern im Shirt auf. Innerhalb von fünf Sekunden soll das Kind so an die Wasseroberfläche gehoben und zugleich in eine sichere Rückenlage gedreht werden. Noch dazu bietet das T-Shirt im Vergleich zur herkömmlichen Rettungsweste wesentlich mehr Komfort und Bewegungsfreiheit. Seit mehreren Jahren wird nun schon an dem Shirt gewerkelt. Nun steht es kurz vor der Marktreife. Die letzte Hürde ist die Zertifizierung des Shirts als Schutzausrüstung. Erst dann können Produktion und Verkauf beginnen.
Blutkrebs bei Kindern meistens heilbar
Jährlich erkranken in Österreich bis zu 300 Kinder an Krebs. Besonders häufig tritt Blutkrebs auf, vor allem die akute lymphatische Leukämie. Die gute Nachricht: Rund 90 Prozent der jungen Patient/innen mit dieser Form von Blutkrebs können geheilt werden, berichten Fachleute auf einer wissenschaftlichen Konferenz in Wien. Zum Vergleich: In den 60er-Jahren konnte noch kein einziges Kind mit einer derartigen Krankheit geheilt werden. Die großen Erfolge können hauptsächlich auf Fortschritte im Bereich der Chemo- und Strahlentherapien zurückgeführt werden. Die enormen Nebenwirkungen, die eine solche Therapie allerdings mit sich bringt, stellt die Kinderkrebsforschung noch immer vor große Herausforderungen. Eines der größten Ziele ist deshalb derzeit, weniger aggressive Alternativen für die Chemotherapie zu finden.
Sport trainiert unser Immunsystem
Eine aktuelle Studie im Fachjournal Scientific Reports zeigt, dass regelmäßige Bewegung nicht nur unsere Muskeln stärkt, sondern auch unser Immunsystem trainiert. Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher nach einem Experiment mit Männern Anfang 60. Eine Hälfte untrainiert, die andere Hälfte betreibt schon lange regelmäßig Sport. Die Forschenden verglichen bei den Männern die Reaktionen ihrer natürlichen Killerzellen. Die gehören zu den Abwehrzellen, die unseren Körper vor Krankheitserregern schützen. Vereinfacht gesagt zeigen die Ergebnisse, dass bei trainierten Teilnehmern die Killerzellen wirksamer Entzündungen bekämpften und mehr anti-entzündliche Botenstoffe ausschütteten, als dies bei untrainierten Testpersonen der Fall war. Durch weitere Untersuchungen mit ähnlichen Ergebnissen schlussfolgerte das Team, dass körperliche Bewegung auch unser Immunsystem mittrainiert. Vor allem in der kalten, dunklen Jahreszeit könnte diese Tatsache ein Motivationskick sein, auch jetzt den Sport nicht zu vernachlässigen.
Europas Wälder wachsen
Zu guter Letzt bringen uns auch unsere Wälder erfreuliche Nachrichten: In den vergangenen 30 Jahren wurde das europäische Waldgebiet um 14 Millionen Hektar größer. Auch knapp die Hälfte der österreichischen Staatsfläche ist heute bewaldet – ein im internationalen Vergleich extrem hoher Wert. Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums des Forstwirtschaftsstudiums an der Universität für Bodenkultur (Boku) erinnern Fachleute an die Bedeutung des Waldes. Allein die Bäume im Wald werden den Klimawandel nicht aufhalten können – für Tier und Natur sind ein hoher Waldanteil jedoch wohl die beste Nachricht dieses Jahres.
Elisa Schütz

