Der Steirische Bauernbund behauptet auch nach der jüngsten Wahl seine führende Rolle sowohl in der steirischen Landwirtschaftskammer als auch auf Bezirksebene.
Am 25. Jänner fanden in der Steiermark die Landwirtschaftskammerwahlen statt. Dabei wurde sowohl ...
Der Steirische Bauernbund behauptet auch nach der jüngsten Wahl seine führende Rolle sowohl in der steirischen Landwirtschaftskammer als auch auf Bezirksebene.
Am 25. Jänner fanden in der Steiermark die Landwirtschaftskammerwahlen statt. Dabei wurde sowohl über die Zusammensetzung der Landeskammer als auch der Bezirkskammern entschieden. Trotz leichter Verluste bleibt der Bauernbund mit 28 Mandaten weiterhin stärkste Kraft und gibt auch in der neuen Funktionsperiode den agrarpolitischen Takt vor. Auf Landesebene entfielen 67,27 Prozent der Stimmen auf den Bauernbund, was einem Rückgang von 2,98 Prozentpunkten entspricht. Spitzenkandidat Andreas Steinegger zeigte sich nach dem Wahlausgang dennoch zufrieden, zugleich aber realistisch. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen habe man ein gutes Ergebnis erzielt und den Vorsprung klar behauptet. „Wir sind gut gerüstet, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, und gehen mit klarem Kurs und starker Stimme in die Zukunft“, so Steinegger.
Deutlich zulegen konnten hingegen die FPÖ-Bauern, die mit 14,11 Prozent einen Stimmenzuwachs von nahezu acht Prozentpunkten verzeichneten und damit als klare Wahlgewinner gelten. Spitzenkandidat Nationalratsabgeordneter Albert Royer sprach von einem großen Erfolg und davon, dass alle Wahlziele erreicht worden seien. In seiner ersten Reaktion übte er zudem scharfe Kritik am Mercosur-Abkommen, das für die heimische Landwirtschaft eine „Katastrophe“ darstelle.
Der Unabhängige Bauernverband schaffte 9,52 Prozent und damit ein Minus von 1,91 Prozent, die Grünen Bauern bekamen 4,69 Prozent (- 0,58 Prozent), die SPÖ-Bauern erhielten 4,41 Prozent (- 1,76 Prozent).
Leichte Verschiebungen im Bezirk
Was die Bezirkskammer betrifft, verlor der Bauernbund zwar 1,8 Prozentpunkte, erreichte aber dennoch 60,38 Prozent. Er konnte damit alle zehn Mandate verteidigen. Spitzenkandidat Peter Kettner: „Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns. Es ist ein klarer Auftrag und eine Verpflichtung, den neuen Herausforderungen entgegenzutreten und das Beste für unsere Bauern zu erreichen.“ Der UBV musste Einbußen hinnehmen und kam von 23,35 auf 18,85 Prozent, was weiterhin drei Mandate bedeutet. Die SPÖ rutschte von 7,12 auf 3,51 Prozent ab und verlor damit ihren Sitz in der Bezirkskammer. Die FPÖ-Bauern konnten ihren Stimmenanteil beinahe verdoppeln und erzielten mit 14,99 Prozent zwei Mandate. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern erreichten 1,49 Prozent. Sie ziehen nicht in die Bezirkskammer ein.