Das Los entscheidet: Trotz Fahrverbot dürfen künftig einhundert LKWs pro Woche die B 320 passieren.
Es seien zähe Verhandlungen gewesen, ließen die unterschiedlichen Interessensvertretungen über ihre Pressesprecher ausrichten. Letzten ...
Das Los entscheidet: Trotz Fahrverbot dürfen künftig einhundert LKWs pro Woche die B 320 passieren.
Es seien zähe Verhandlungen gewesen, ließen die unterschiedlichen Interessensvertretungen über ihre Pressesprecher ausrichten. Letzten Dienstag habe man es trotzdem geschafft, die monatelangen Gespräche betreffend des LKW-Fahrverbots auf der B 320 zu einem guten Ende zu bringen. Dabei hätte sich die Ausgangssituation wohl nicht schwieriger darstellen können. Während man auf Seite der europäischen Transportunternehmen die sofortige Aufhebung des LKW-Fahrverbots forderte und weitere Klagen in den Raum stellte, beharrte der Zusammenschluss betroffener Gemeinden und Anrainer auf der Beibehaltung der Verordnung und auf noch strengere Kontrollen durch die Exekutive. Um ihren Standpunkt zu untermauern, war es zuletzt auch immer wieder zu Staus und Verkehrsbehinderungen aufgrund von Straßensperrungen durch die Bürgerinitiative „Leise statt Laster“ gekommen.
Strafzettel als Teilnahmeberechtigung
Nach unzähligen Wochen des Konflikts habe man sich nun endlich auf einen Kompromiss einigen können, „vor allem deshalb, um weitere Gerichtsverfahren zu vermeiden“, wie Günter Stauhelm, Sprecher der Bürgerinitiative, bei der heutigen Pressekonferenz auf der immer noch von Menschen besetzten Überführung in Trautenfels mitteilte. Die Einigung bringt vor allem eine Lockerung der Verordnung für den Transitverkehr mit sich. War diesem durch das LKW-Fahrverbot bislang der Riegel vorgeschoben gewesen, sollen ab März einhundert LKW-Fahrten pro Woche wieder erlaubt sein. Wem diese Sondergenehmigung erteilt wird, soll künftig das Los entscheiden. Um die wöchentliche Ziehung zu vereinfachen, sollen nur jene teilnahmeberechtigt sein, die „zuvor einen Strafzettel über den Buchauer Sattel oder durch das Gesäuse kassiert haben“, so Bernd Schleichweg vom Verband europäischer Frächter.
QR-Code auf Zusatztafeln
Auch in puncto Verkehrsschilder ist man nun zu einer Lösung gekommen. Zur Erinnerung: Im Vorjahr war das LKW-Fahrverbot auf der B 320 kurzzeitig außer Kraft getreten. Grund waren zu wenig präzise formulierte Zusatztafeln über Ausnahmebestimmungen. Dieses Problem soll nun kein neuer Text, sondern ein QR-Code beheben. „LKW-Fahrende können einfach an der Ausfahrt des Kreisverkehrs in Liezen halten und mit einem QR-Code-Reader den gesamten Inhalt der Ausnahmeregelung einfach und bequem abrufen“, heißt es von Seiten der Interessensvertretung. Damit sei jeder Lenkende eines LKWs ausreichend darüber informiert, ob er die B 320 passieren dürfe oder nicht. Dabei könne es zeitweilig auch zu Staus auf dem Zubringer nach Liezen kommen, doch hierbei hoffe man auf das Verständnis und die Kooperation der Bevölkerung.