Nach der Fertigstellung der „Grimmingbrücke“ in Trautenfels und der Trassenabrückung in Ennsling, stößt der Ausbau der Ennstal-Straße an seine Grenzen.
Ende 2018 präsentierte
Verkehrslandesrat Anton
Lang gemeinsam ...
Nach der Fertigstellung der „Grimmingbrücke“ in Trautenfels und der Trassenabrückung in Ennsling, stößt der Ausbau der Ennstal-Straße an seine Grenzen.
Ende 2018 präsentierte
Verkehrslandesrat Anton
Lang gemeinsam mit Landesbaudirektor Andreas Tropper und dem damaligen Liezener Bezirkshauptmann Josef Dick ein 58 Millionen schweres Maßnahmenpaket zum Ausbau der B320. 14 Maßnahmen sollten neuralgische Punkte entschärfen und für besseren Verkehrsfluss beitragen. Landesbaudirektor Andreas Tropper wies schon damals auf die Herausforderungen hin. So könne es durch Grundablösen sowie durch Verfahren im Straßen- und Wasserrecht zu Verzögerungen kommen. Eine Anfrage der FPÖ gibt Aufschluss über den Status der einzelnen Maßnahmen.
Als eines der ersten Projekte kam der gordische Knoten in Trautenfels zur Umsetzung. Mit 11,6 Millionen Euro zählt der Bau als einer der gewichtigsten Maßnahmen.
Auch das Lkw-Fahrverbot für den Durchzugsverkehr konnte man durchsetzen. Das zuletzt umgesetzte Projekt ist die Abrückung der B320 beim Hauser Ortsteil Ennsling. Die Planung für einen niveaufreien Anschluss in Ruperting samt des Ausbaus der Straße in Richtung Ramsau ist für kommendes Jahr anberaumt. Im Gegenzug soll die derzeitige L725 (Rössingstraße) Gemeindegebiet werden. 2026 sollen die Planungen für eine dritte Fahrspur von Schladming West bis Schladming Mitte erfolgen. Die restlichen Maßnahmen stocken oder werden nicht weiterverfolgt.
Aufgrund von Widerstand von Grundeigentümern oder der Gemeinden werden die Begleitwege von Audorf nach Pichl sowie zwischen Lehen und der Planaistra- ße sowie eine dritte Fahrspur in Haus Ost ad acta gelegt. Der dreispurige Ausbau von Niederstuttern bis Trautenfels ist aufgrund der zu kurzen Überholspur rechtlich nicht möglich, eine Linksabbiegespur zum Autohaus Schnitzer befindet sich noch in Prüfung. Die niveaufreie Anbindung beim Gewerbegebiet in Gröbming Ost scheiterte bisher an Grundangelegenheiten, andere Varianten sind aufgrund der viel höheren Kosten schwer umsetzbar (wir berichteten). Dadurch sind auch die Begleitwege von Gröbming in Richtung Oberstuttern und Tipschern in der Warteschleife. Sie kommen erst nach der Fertigstellung der Anbindung Gröbming Ost zur Umsetzung. Ähnlich wie in Gröbming spießt es sich bei der niveaufreien Anbindung in Wörschach an Grundstücksangelegenheiten. Die Umsetzung wurde noch nicht vollständig an den Nagel gehängt, Gespräche seien am Laufen, heißt es vonseiten des Landes Steiermark. Verzögern wird sich die Umfahrung von Espang. Dort muss zuvor die Auflassung des Bahnübergangs durch die ÖBB geklärt sein, ehe die Straße entlang der Bahnstrecke gebaut wird. Eine Bahnkreuzung soll erst weiter westwärts entstehen. Das Projekt liegt derzeit bei der Eisenbahnbehörde. Der FPÖ geht der Ausbau der Ennstal-Straße zu langsam. Die Blockierung des Ausbaus durch Grundeigentümer und Gemeinden sieht FPÖ-LAbg.
Albert Royer kritisch: „Es stellt sich die Frage, ob der Rest der ursprünglich geplanten Maßnahmen, der tatsächlich umgesetzt wurde bzw. in Umsetzung ist, ausreicht, um die B 320 entsprechend zu entschärfen.“
Außerdem sehe er die Prioritätenlegung falsch. So habe ihn die Durchfahrt durch Espang noch nie gestört, eine Umfahrung von Liezen sei aus seiner Sicht um ein Vielfaches wichtiger. Diesem Projekt hat das Landesverkehrsreferat bereits eine Absage erteilt. In einem Strategieprozess gemeinsam mit der Stadt Liezen und anderen Beteiligten kristallisierte sich ein Bestandsausbau als die präferierte Variante heraus.