Der Naturpark Sölktäler startet Aufruf: Wer eine alte und naturnahe Hecke besitzt, soll sich im Naturparkbüro für ein steiermarkweites Projekt melden.
Sie sind oft unscheinbar und doch wahre Schatzkammern: alte, naturnahe Hecken. ...
Der Naturpark Sölktäler startet Aufruf: Wer eine alte und naturnahe Hecke besitzt, soll sich im Naturparkbüro für ein steiermarkweites Projekt melden.
Sie sind oft unscheinbar und doch wahre Schatzkammern: alte, naturnahe Hecken. Während jedes Jahr unzählige gebietsfremde Gehölze über den Pflanzenhandel in die hiesigen Gärten und Landschaften gelangen, wo sie heimische Arten zunehmend verdrängen, liegt eine nachhaltige Lösung direkt vor der Haustür. Der Verein für regionale Gehölzvermehrung (RGV) setzt sich gemeinsam mit den Naturparken der Steiermark gezielt für den Erhalt heimischer Wildgehölze ein. Im Rahmen des Projekts „Regionale Gehölzvermehrung Steiermark“ werden Früchte regionaltypischer Sträucher und Bäume gesammelt, zu hochwertigem Saatgut verarbeitet und wieder in ihrer ursprünglichen Herkunftsregion ausgepflanzt. So bleibt der genetische Reichtum der Landschaft erhalten und die Natur gewinnt an Vielfalt, Stabilität und Lebendigkeit.
Mitwirken der Bevölkerung
Für dieses Projekt sucht der Naturpark Sölktäler alte und naturnahe Hecken sowie Feldgehölze, wie etwa Holunder, Schlehdorn, Haselnuss oder Roter Hartriegel. Wer eine solche Hecke auf seinem Grundstück hat, ist eingeladen, sich im Naturparkbüro zu melden.
Eigentümern entsteht dabei kein Aufwand: Die Flächen können weiterhin wie gewohnt genutzt werden. Die Naturpark-Biologin Julia Bauer begutachtet die Gehölze fachlich, und im Herbst werden ausschließlich die Früchte gesammelt. Daraus wachsen neue, regional angepasste Pflanzen, die ab 2027 bei sogenannten „Heckentagen“ an die Bevölkerung weitergegeben werden: ein wertvoller Beitrag für eine artenreiche Kulturlandschaft und eine lebenswerte Zukunft.