Die Siemens Mobility zeigt Interesse am Industriestandort in Trieben. Die Gespräche werden konkreter, sagt Bürgermeister Klaus Herzmaier.
Mit dem Fall des 140 Meter hohen Werkturms, dem Langen Ernst, ging in Trieben im Vorjahr eine Ära ...
Die Siemens Mobility zeigt Interesse am Industriestandort in Trieben. Die Gespräche werden konkreter, sagt Bürgermeister Klaus Herzmaier.
Mit dem Fall des 140 Meter hohen Werkturms, dem Langen Ernst, ging in Trieben im Vorjahr eine Ära zu Ende. Zuvor war das Magnesitwerk jahrzehntelang der wirtschaftliche Motor der Stadt und der ganzen Region. 1907 errichtet, erlebte es seine Blütezeit in den 1980er-Jahren, wo es um die 1000 Menschen beschäftigte. Mit den 1990er-Jahren begann der Niedergang. Mit der Übernahme durch die RHI-Gruppe wurde die Produktion neu strukturiert und Mitarbeitende abgebaut. Im September 2021 endete der Betrieb in Trieben.
Gespräche werden konkreter
Mittlerweile ist der Abbruch am einstigen Werksgelände abgeschlossen. Von den Produktionshallen und dem Verwaltungssitz ist nichts mehr übrig. Nun befinde man sich „in der Endphase der Grundstücksvorbereitung“, wie Bürgermeister Klaus Herzmaier sagt, denn mit dem Abbruch sei in Trieben kein Niedergang, sondern ein Neubeginn eingeläutet worden. Die riesige Freifläche, die hier entsteht, habe den Vorteil einer „I1 Industriewidmung mit direkter Bahngleisanbindung und einer Begleitstraße zum Autobahnzubringer“, so Herzmaier. Damit zieht das mehrere Hektar große Grundstück auch das Interesse mehrerer Betriebe auf sich. Gespräche habe es in den vergangenen Monaten einige gegeben. Mit einem Unternehmen werde es nun konkreter, wie Herzmaier eröffnet.
Sportlicher Zeitplan
„Ich habe mit Siemens Mobility über Zukunftspläne gesprochen und die Zeichen stehen gut“, verkündet Triebens Bürgermeister. Nach einer Erstanalyse und einem gegenseitigen Kennenlernen würde es nun konkretere Gespräche geben, über die man auch die Bevölkerung zeitnah informieren werde, so Herzmaier. Vorerst seien noch einige Punkte in Abklärung, man sei jedoch bemüht, „alles gut vorzubereiten, sodass ein Start an diesem Standort möglich ist“, schickt der Bürgermeister voraus. „Der Zeitplan ist sportlich“, weshalb alle Beteiligten gefordert seien, so Herzmaier, denn mit Juni wolle man das Grundstück dementsprechend vorbereitet haben.
Auftrieb für Trieben
Dieses positive Zeichen gibt auch der Stadtentwicklung einen Auftrieb. Laut Herzmaier soll der Wohnungsbau forciert und der Kindergarten erweitert werden. Damit wolle man „Rahmenbedingungen schaffen, die Arbeitskräfte nach Trieben bringen sollen“, wie er sagt. Denn für Bürgermeister Klaus Herzmaier steht fest: „Von Trieben wird man in nächster Zeit noch viele positive Neuigkeiten lesen.“