Der Altausseer Kiritag steht heuer im Zeichen der Veränderung. Nach intensiven Diskussionen rund um Organisation und Angebot reagiert man mit neuen Ideen – vom neuen Standort bis zu ungewohnten kulinarischen Entscheidungen.
Gezwungenermaßen, wie manche ...
Der Altausseer Kiritag steht heuer im Zeichen der Veränderung. Nach intensiven Diskussionen rund um Organisation und Angebot reagiert man mit neuen Ideen – vom neuen Standort bis zu ungewohnten kulinarischen Entscheidungen.
Gezwungenermaßen, wie manche sagen, vorausschauend, wie andere meinen, geht der Altausseer Kiritag heuer neue Weg. Nach den zuletzt sehr gut besuchten Veranstaltungen, bei denen Altaussee zeitweise mehr Wiener als Einwohner zählte, wurden mehrere Anpassungen beschlossen, um Ort, Infrastruktur und nicht zuletzt die Nerven der Bevölkerung zu schonen.
Das traditionelle Kiritags-Bierzelt wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt in Altaussee stattfinden, sondern nach Bad Mitterndorf verlegt. Dort sehe man sich, so heißt es, besser aufgestellt. In Altaussee selbst habe sich in den vergangenen Jahren zunehmend das Gefühl eingestellt, zahlenmäßig, akustisch und seelisch an die Belastungsgrenze zu kommen.
Doch damit nicht genug: Das Bierzelt erfindet sich 2026 auch inhaltlich neu. Nach intensiven Diskussionen rund um Alkohol- und Fleischkonsum – Themen, die im Ausseerland bekanntermaßen über Generationen hinweg wenig Anlass zur Sorge gegeben haben – setzt man dennoch, im Hinblick auf die unzähligen Wiener, auf ein zeitgemäßes Konzept. Erstmals wird im Bierzelt ausschließlich alkoholfreies Kiritags-Bier ausgeschenkt. Anstelle der klassischen Hendln finden sich Tofuwürstchen auf der Speisekarte. Man wolle damit eine neue Zielgruppe ansprechen, heißt es von Veranstalterseite.
Der Chef des Bierzeltes zeigt sich mit den bisherigen Reaktionen zufrieden. Die Rückmeldungen seien großteils positiv, natürlich gebe es auch kritische Stimmen, insgesamt sei das Echo jedoch überraschend sachlich. Einzelne sehr emotionale Reaktionen nehme man gelassen zur Kenntnis. Zusätzlich werden derzeit stärkere Eintrittskontrollen diskutiert. Diese sollen vor allem an stark frequentierten Tagen für einen geordneten Ablauf sorgen. In der Bierzelt-Kommission werde aktuell noch beraten, welche Formen der Kontrolle sinnvoll und praktikabel seien. Konkrete Details gebe es noch keine, man wolle jedoch mit Augenmaß vorgehen. Ob die Neuerungen langfristig beibehalten werden, wird sich zeigen. Sicher ist: Der Altausseer Kiritag bleibt in Bewegung – und sorgt schon im Vorfeld für Gesprächsstoff.