Abschied von Elsa Fischbacher
07.02.2025 Verstorbene14. Jänner hat Elsa Fischbacher ihre Augen für immer geschlossen. Freunde, Familie und Nachbarn erinnern sich an eine tatkräftige Frau, die sich liebevoll um die ihr Anvertrauten gekümmert und ein Leben voller Fleiß geführt hat.
Elsa ...
14. Jänner hat Elsa Fischbacher ihre Augen für immer geschlossen. Freunde, Familie und Nachbarn erinnern sich an eine tatkräftige Frau, die sich liebevoll um die ihr Anvertrauten gekümmert und ein Leben voller Fleiß geführt hat.
Elsa Fischbacher wurde am 13. August 1937 als drittes Kind von Josefa und Richard Walcher beim vlg. Schüttenbacher in Pichl geboren. Sie wuchs gemeinsam mit ihren älteren Brüdern Hans und Rudi auf und durfte trotz der Kriegsjahre eine behütete Kindheit erleben. Nach der Pflichtschulzeit arbeitete sie die meiste Zeit am elterlichen Hof. In der Wintersaison war sie als „Mädchen für alles“ im Pichlmayrgut und aushilfsweise auch als Kellnerin auf der Reiteralm tätig.
Im Jahr 1964 heiratete sie Karl Fischbacher vlg. Fasl, der seine erste Frau aufgrund tragischer Umstände zu früh verloren hatte und mit der Sorge um seinen zwölfjährigen Sohn Reinhard und der vierjährigen Tochter Elfriede betraut war. Noch im selben Jahr wurde der gemeinsame Sohn Karl geboren. 1968 erblickte Sohn Heinz und 1970 Sohn Hermann das Licht der Welt. Zudem übernahm Elsa die Patenschaft für mehrere Godenkinder, die ihr stets am Herzen lagen. Am Fasl- Hof, den sie gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftete, ging sie in ihren Aufgaben vollends auf. Mü- ßiggang war ihr fremd und trotz des hohen Arbeitspensums schaffte sie es, ihre Tage gut gelaunt in Angriff zu nehmen. Ihren Fleiß konnte sie auch in ihrem Wirken als Ortsbäuerin von 1981 bis 1990 unter Beweis stellen, wofür sie im Februar 1993 ausgezeichnet wurde. Das selbe Jahr brachte jedoch auch schwere Schicksalsschläge mit sich. Im Mai verstarb die nur 34-jährige Elfriede, die sie ab ihrem vierten Lebensjahr großgezogen hatte, an einem Lungenversagen. Nur drei Monate später verlor Elsa ihren Mann Karl aufgrund eines Magenkarzinoms.
Der Hof ging auf den 23-jährigen Sohn Hermann über, der in seiner neuen Aufgabe von Elsa tatkräftig unterstützt wurde. Ein Jahr später musste die Familie einen weiteren Verlust beklagen, als Elsas Schwiegermutter Frieda zu Grabe getragen wurde. Eine Stütze in dieser schweren Zeit waren Elsas Kinder und Enkelkinder, die bei der „Fasl-Oma“ immer willkommen waren. In den letzten Jahre kamen zu der großen Enkelkinderschar auch noch zwölf Urenkel dazu.
Um die Jahrtausendwende fand Elsa im ebenfalls verwitweten Karl Lackner vlg. Wagner einen treuen Weggefährten und mit ihm neues Glück. Aufgrund der Freiräume, die die Pensionierung mit sich brachte, haben die beiden viele Ausflüge und Reisen unternommen und gemeinsam auch das Langlaufen und Skifahren neu entdeckt. Dieses Glück wurde jedoch von einem weiteren Schicksalsschlag getrübt, als im Jahr 2013 Sohn Hermann einem Krebsleiden erlag. Halt in dieser schweren Zeit erfuhr Elsa von ihrem Lebensgefährten Karl sowie von Familie, Nachbarn und Freunden.
Bis ins hohe Alter blieb Elsa Fischbacher mobil, doch in den vergangenen drei Jahren setzten ihr die Folgen einer geschwächten Lunge immer mehr zu. Nach einem Krankenhausaufenthalt im vergangenen Dezember war es für sie beruhigend, ihre Enkelinnen Lena und Teresa im Haus zu haben. Da es Elsas größter Wunsch war, ihren irdischen Lebensweg zu Hause zu beenden, wurde sie nach einem weiteren Krankenhausaufenthalt in die häusliche Pflege entlassen. Ein Schlaganfall am Montag, dem 13. Jänner, schwächte sie so sehr, dass sie am Tag danach rasch, aber friedlich im 88. Lebensjahr verstarb.
